Sergej Protosenjas Geschäftspartner zweifelt an Suizid-Verdacht

Mysteriöser Oligarchen-Tod in Spanien: "Viele hier denken, dass es sich um einen Auftrag handeln könnte"

Russischer Oligarch und Familie tot in Spanien gefunden Geschäftsfreund glaubt an Mord
02:35 min
Geschäftsfreund glaubt an Mord
Russischer Oligarch und Familie tot in Spanien gefunden

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Es ist ein Todesfall, der Fragen aufwirft: Im spanischen Lloret de Mar wurde der russische Gas-Oligarch Sergej Protosenja (55) tot aufgefunden, erhängt an einem Baum seines Luxus-Anwesens. Doch nicht nur er ist nicht mehr am Leben: Auch seine Frau (53) und seine Tochter (18) sind tot. Geschah im Urlaubsort ein Familiendrama oder steckt mehr dahinter?

Welche Vermutungen ein spanischer Geschäftspartner des Oligarchen anstellt, sehen Sie im Video.

Fehlende Blutspuren geben Rätsel auf

Die Leichen der drei Familienmitglieder wurden bereits vergangene Woche von der Polizei entdeckt. Seitdem sind immer mehr Details zu dem schrecklichen Vorfall bekannt geworden: So sollen Frau und Tochter des 400 Millionen Euro-schweren Oligarchen mit einer Axt erschlagen worden seien. Das Rätselhafte: An der Leiche des Familienvaters wurden jedoch keine Blutspuren entdeckt. Wenn es sich um einen erweiterten Suizid gehandelt haben soll – wie von der Polizei vermutet – wieso hätte sich Sergej Protosenja dann die Mühe machen sollen, keine Spuren zu hinterlassen?

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Geschäftspartner und Sohn des Oligarchen glauben an dessen Unschuld

Diese Frage stellt sich auch sein spanischer Geschäftspartner - er ist skeptisch und glaubt nicht, dass Sergej Protosenja seine Familie ermordet haben könnte: „Es könnte sein, dass wir eine Überraschung erleben und dass es sich nicht um einen Familienmord handelt, sondern dass es vielleicht ein Fall ist, der mit den Interessen irgendeiner Organisation zu tun hat“, sagt er im Interview mit RTL. Dahinter steht ein Verdacht, den er auch laut ausspricht: „Viele hier denken, dass es sich um einen Auftrag handeln könnte.“

Genauso sieht es auch der Sohn des toten Oligarchen: „Mein Vater ist kein Mörder“, sagt der 22-Jährige im Interview mit der „Daily Mail“. Sein Vater hätte seiner Mutter und seiner Schwester niemals etwas antun können, er habe sie sehr geliebt. „Ich weiß nicht, was in dieser Nacht passiert ist, aber ich weiß, dass mein Vater ihnen nichts getan hat“, erklärt er. Der 22-Jährige war zum Tatzeitpunkt in Frankreich.

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Sergej Protosenja ist nicht der einzige tote Oligarch

Die spanischen Behörden äußern sich derzeit nicht zu dem Fall. Sie haben eine Nachrichtensperre verhängt, bis die Obduktionsergebnisse der Leichen vorliegen. Fest steht jedoch, dass Sergej Protosenja nicht der einzige russische Oligarch ist, der in den letzten Tagen ums Leben gekommen ist. Keine 24 Stunden vor seinem Tod, wurden auch in Moskau ein Oligarch und seine Familie in einer Luxuswohnung gefunden – ebenfalls tot. (xas)

Mehr zur Welt der russischen Oligarchen erfahren Sie auch in der Doku „Die Oligarchen: Putins mächtige Männer“ am 26. April 2022 um 22:35 Uhr bei RTL.