Verschärfte Maskenpflichten, neue Regeln für Privatfeiern

Neue Corona-Regeln: Das haben Merkel und Co. beschlossen

16. Oktober 2020 - 9:43 Uhr

Coronavirus: Die Fallzahlen in Deutschland steigen - Corona-Maßnahmen der Regierung

Der Sommer war eine Atempause in diesem Corona-Jahr: Die Fallzahlen waren niedrig, es ging bergauf. Doch mit dem Herbst klettern die Zahlen immer schneller. Am Morgen meldet das RKI sogar einen Rekordwert: Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen ist erneut sprunghaft gestiegen: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitagmorgen 7.334 Neuinfektionen. Und die Politik stemmt sich mit neuen Auflagen dagegen und warnt selbst, es könnte nicht ausreichen.

Hier fassen wir in der Übersicht zusammen, was Merkel und die Ministerpräsidenten in ihrer Mammutsitzung am Mittwoch beschlossen haben:

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Neue Regeln für Corona-Hotspots in Deutschland

  1. MASKENPFLICHT: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.
  2. PRIVATE FEIERN: In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben. Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden.
  3. KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert.
  4. SPERRSTUNDE: Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.
  5. VERANSTALTUNGEN: Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.
  6. BEHERBERGUNGSVERBOTE: Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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