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Nach Xavier Naidoos öffentlicher Entschuldigung: Attila Hildmann wirft ihm "Verrat" vor

„Ich empfinde das als ekelerregend und als Dolchstoß“

Nach Xavier Naidoos öffentlicher Entschuldigung: Attila Hildmann wirft ihm "Verrat" vor

Attila Hildmann wirft Xavier Naidoo "Verrat" vor "Dolchstoß"
01:05 min
"Dolchstoß"
Attila Hildmann wirft Xavier Naidoo "Verrat" vor

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Xavier Naidoo (50) überraschte mit seiner öffentlichen Entschuldigung ganz Deutschland – auch Attila Hildmann (40). Der Sänger gab in einem Instagram-Video bekannt, dass er sich fortan von Verschwörungserzählungen distanzieren möchte und dass er sich in der Vergangenheit „zum Teil instrumentalisieren ließ“. Der “Söhne Mannheims“-Sänger fiel immer wieder durch ausländerfeindliche Thesen und Leugnungen in Hinblick auf das Coronavirus auf. Doch von diesen Ideologien möchte der 50-Jährige offensichtlich jetzt Abstand nehmen. Eine Entscheidung, die Attila Hildmann, prominenter Vorreiter der Querdenkerszene, nicht gutheißen kann. Auf seiner Homepage reagiert der Koch, der immer wieder durch rechtsradikale Hetzinhalte auffällt, mit Kritik und spricht von „Verrat“.

„Ich empfinde das als ekelerregend und als Dolchstoß“

Zu Beginn seiner Sprachmemo fasst Attila Hildmann die Aussagen aus Xavier Naidoo s Video zusammen. Der russiche Invasionskrieg habe Xavier zum Nachdenken gebracht. „Meine Frau kommt aus der Ukraine. Und ihre, unsere Familie lebt dort. Auch ich bin öfter in der Ukraine und aus diesem wunderschönen Land musste ich jetzt Familie und Freunde rausholen, weil dort Angst und Schrecken herrscht“, erklärte der 50-Jährige in seinem Video-Statement. Für Hildmann wählt Naidoo Worte, die so genauso von einem/r „Böhmermann, Hofreiter, Baerbock, Scholz“ kommen könnten. Der Verschwörungserzähler hingegen hält den Krieg für „inszeniert“. Doch darum geht es gar nicht. Das stellt auch Hildmann fest.

Im Video: Xavier Naidoo distanziert sich von Querdenker-Geschwurbel

Xavier Naidoo distanziert sich von Querdenker-Geschwurbel "War geblendet"
02:37 min
"War geblendet"
Xavier Naidoo distanziert sich von Querdenker-Geschwurbel

„Es geht darum, dass Xavier Naidoo plötzlich komplett auf BRD-Linie ist“, so der 40-Jährige. Dass sich der Sänger nun von seiner Telegram-Gemeinschaft distanziert, empfinde er als „Dolchstoß“. Die Dinge, die Naidoo früher vertreten habe, bezeichnet er heute als „Abwege“. Für diesen vermeintlichen Sinneswandel fällt Hildmann nur ein Wort ein: „ekelerregend“.

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„Wahrscheinlich stehen ein paar Konzerte an"

So richtig kauft Attila Hildmann ihm das Umdenken aber offensichtlich nicht ab. „Wahrscheinlich stehen ein paar Konzerte an oder irgendwelche Shows und er versucht damit seinen Ruf geradezu rücken“, so Hildmanns Theorie. Damit spielt der 40-Jährige wahrscheinlich auf Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ an. Dort flog Naidoo nach seinen ersten kritischen Äußerungen im Jahr 2020 aus der Jury.

„Xavier Naidoo ist jetzt brav geworden. Er möchte zurückkommen und seinen Weg zurück in die kranke, völlig geistesgestörte Gesellschaft ebnen. Respekt: null“, wettert der Verschwörungserzähler. „Hier ist gerade ein ganz großer eingeknickt, von dem ich eigentlich einiges gehalten habe“, erklärt Hildmann.

Es ist noch unklar, wie ernst es Xavier Naidoo mit seiner Abkehr von Verschwörungen wirklich meint. Doch es scheint ganz so, als ob die beiden keine Freunde mehr werden.

Hildmann bleibt nur noch seine Homepage

Dass Attila Hildmann seine Meinung zum Naidoo-Sinneswandel auf seiner Homepage kundtut, hat einen triftigen Grund, wie das RTL-Verifizierungsteam festgestellt hat. „Aktuell muss Hildmann seine Nachrichten und Botschaften über eine Webseite veröffentlichen, da seine alten Verbreitungswege vonseiten der Plattformen eingeschränkt oder gar komplett geschlossen werden. Sein Telegram Kanal mit gut 35.000 Abonnenten ist nicht mehr erreichbar“, so RTL-Verifizierungsexperte Andreas Greuel. Beim Abruf seines Telegram-Kanals öffnet sich die Meldung, dass kein Zugriff erfolgen kann, weil der Kanal „gegen lokale Gesetze verstößt“. „Somit bleibt nur die Website, die er sich neu aufbauen musste, nachdem im letzten Jahr das Aktivistenkollektiv von ‘Anonymous’ seine alte Homepage und deren Hoster gleich mit gehackt hatte“, stellt Greuel fest. Auch wenn man Hildmann auf der Aufnahme nur hört, konnte verifiziert werden, dass es sich um ihn handelt: „Die Sprachnachrichten sind von Hildmann selbst, Aussprache, Tonalität, Wortwahl passen im Vergleich mit bekannten Aussagen überein." (lkr)