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Nach Herztransplantation: "Herzbube Daniel" (3) mit Virus im Krankenhaus

Der Kleine hat sich mit Virus infiziert

Rückschlag nach Herztransplantation: "Herzbube Daniel" zurück im Krankenhaus

Daniel (3) und seine Mutter Diana Dietrich. Der Junge leidet an einer seltenen Herzkrankheit. Jetzt wurde endlich ein Spenderherz für ihn gefunden.
Daniel (3) leidet an einer seltenen Herzkrankheit. Jetzt wurde endlich ein Spenderherz für ihn gefunden. Instagram/herzbubedaniel
Instagram/herzbubedaniel

"Herzbube Daniel": Wegen Virus-Infektion zurück im Krankenhaus

Es war eine Zeit voll schwerer Momente, als der kleine Daniel aus München und seine Familie auf das Spenderherz für den damals Zweijährigen warten. Schwere Momente, die so schnell eigentlich nicht mehr wiederkehren sollten, denn: Im vergangenen Sommer bekam „Herzbube Daniel“ endlich seine lang ersehnte Herztransplantation. Jetzt ist Daniel jedoch wieder im Krankenhaus. Der Grund: Er hat sich mit einem Virus infiziert, wie seine Mutter Diana Dietrich auf ihrem Instagram-Profil offenbart.

Daniels Diagnose ist einige Tage unklar

Vor wenigen Tagen postet Daniels Mutter Diana auf Social Media, dass ihr Kind einen viralen Infekt hat und „von oben bis unten durchgecheckt“ wurde. Auch wenn die Situation alles andere als schön ist, kann die Familie insgeheim aufatmen. Denn: „Ein Virus ist keine Abstoßung oder sonst irgendwas schlimmes, was wir uns in unseren verzweifelten Köpfen ausgemalt haben.“ Das Herz, was Daniel transplantiert bekommen hat, ist also nicht in Gefahr und Daniel selbst bleibt zunächst von einer weiteren, schlimmeren Krankheit verschont.

Diana selbst stellt klar: „Auch Daniel wird alle möglichen Kinderkrankheiten einmal durchmachen. Das müssen wir akzeptieren und lernen damit umzugehen. Durch seine Vorgeschichte läuten bei uns leider immer sofort alle Alarmglocken.“ Verständlich, wenn man bedenkt was der kleine Kämpfer aus München mit seiner seltenen Herzkrankheit bisher durch machen musste.

Um was für ein Virus es sich handelt, wissen Diana und der Rest der Familie zu dem Zeitpunkt nicht. Abwarten ist angesagt: „Wir müssen noch warten bis wirklich alle Ergebnisse von sämtlichen Proben im Labor ausgewertet wurden.“ Doch es kommt anders als gedacht.

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Virus wurde gemeinsam mit dem Herz transplantiert

„Herzbube Daniel“ hat sich mit dem CMV-Virus infiziert. Erst kürzlich hat seine Mutter Diana Dietrich das in ihrer Instagram-Story mitgeteilt. Die Familie – und die Follower – können einerseits aufatmen, weil die Ärzte endlich eine handfeste Diagnose gefunden haben, andererseits ist Daniel immer noch nicht gesund. Aber dennoch stellt sich die Frage: Was genau hat es mit dem Virus auf sich?

Das Robert Koch-Institut schreibt auf seiner Webseite, dass das Zytomegalievirus, kurz CMV, zu den humanen Herpesviren gehört. Es ist weltweit verbreitet und kommt als viraler Erreger ziemlich häufig vor, viele Menschen tragen das Virus in sich drin. Wie auch bei einigen anderen Viren kann CMV in Tränenflüssigkeit, Speichel, Urin, Genitalsekret sowie Muttermilch und Blut enthalten sein. Für die meisten Menschen stellt eine Infektion mit dem Zytomegalievirus kein großes Problem dar. Es wird zum Beispiel durchs Stillen oder Küssen übertragen.

Bei immunsupprimierten Personen, also Personen, die ein Organ transplantiert bekommen haben, sieht eine Infektion schon wieder problematischer aus. „Herzbube Daniel“ hat sich allerdings nicht „neu“ mit dem Virus infiziert, sondern das Virus bei seiner Herztransplantation mitgegeben bekommen: „Bei seiner Transplantation wurde ihm nicht nur das Herz gespendet, sondern auch das Virus“, bestätigt seine Mutter.

Lese-Tipp: Mama Diana berichtet: So geht es "Herzbube" Daniel (3) nach der Transplantation

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Mit den richtigen Medikamenten sollte sich Daniels Gesundheitszustand schnell verbessern

Zum Glück gibt es jedoch Medikamente, die Patienten – und auch der dreijährige Daniel – einnehmen können. „Wir sehen sogar jetzt schon eine Verbesserung. Es ist eine Drei-Monats-Therapie, aber die kann er auch zu Hause weiter machen“, erzählt Diana in ihrer Instagram-Story weiter. Die Chancen stehen gut, dass die Familie das Krankenhaus bald wieder verlassen darf.

Die Erleichterung ist groß: „Aber wir sind jetzt wirklich erleichtert, weil du weißt jetzt was das Kind hat und man kann etwas dagegen tun. Diese Ungewissheit, dass es dem Kind immer schlechter geht und du hast irgendwie das Gefühl ‘Da ist noch was!’ – das ist einfach nicht schön.“ (vdü)

Lese-Tipp: Erziehung des herzkranken Daniel: Wie andere Eltern sich ständig einmischen