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Nach Evakuierungsmission in Afghanistan: Soldaten kehren nach Deutschland zurück

Am Freitagnachmittag sollen sie in Wunstorf landen

Nach Evakuierungsmission in Afghanistan: Soldaten kehren nach Deutschland zurück

Evakuierungen aus Afghanistan
Ein Evakuierungsflugzeug der Bundeswehr aus Kabul erreicht den Flughafen im usbekischen Taschkent. Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpa
deutsche presse agentur

Einsatz der Bundeswehr ist beendet

Nach 11 Tagen hat die deutsche Bundeswehr ihren Einsatz in der afghanischen Hauptstadt Kabul beendet . Am Freitag sollen die Einsatzkräfte nach Deutschland zurückkehren, teilte die Bundeswehr mit. Begleitet werden sie unter anderem von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Afghanistan-Einsatz endet dramatisch

Gegen 18:30 Uhr sollen die Soldaten in Wunstorf landen. Am Donnerstag hatte die Bundeswehr ihre Luftbrücke aus der afghanischen Hauptstadt Kabul unter dramatischen Umständen beendet. Kurz vor dem Start der letzten Maschine ins Nachbarland Usbekistan töteten Terroristen zahlreiche Menschen, die vor den Toren des Flughafens auf Ausreise gehofft hatten .

Nach Angaben der Bundeswehr wurden rund 3.500 Menschen aus mindestens 45 Ländern evakuiert. Nun haben alle deutschen Soldaten, Diplomaten und Polizisten das Land verlassen.

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Soldaten kehren am Freitag nach Deutschland zurück Am Nachmittag sollen sie in Wunstorf landen
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Am Nachmittag sollen sie in Wunstorf landen
Soldaten kehren am Freitag nach Deutschland zurück

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Größte militärische Evakuierungsmission

Bis zu 600 Einsatzkräfte waren unter der Führung von Brigadegeneral Jens Arlt an dem Einsatz in Afghanistan beteiligt. Damit ist es laut Bundeswehr die bisher größte militärische Evakuierungsmission der Bunderepublik. Fallschirmjäger, Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Feldjäger, Krisenunterstützungsteams, Sanitäter, Militärpolizei, Angehörige der Luftwaffe und weitere Spezialisten der Bundeswehr waren in Deutschland, in Taschkent und am Flughafen in Kabul an der Evakuierung beteiligt. Eine von der Bundeswehr eingerichtete Luftbrücke von Kabul nach Taschkent brachte Schutzsuchende in Sicherheit.

Soldaten kehren am Freitag nach Deutschland zurück Nach Evakuierungsmission in Afghanistan
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Die Verteidigungsministerin begleitet die Soldaten

Nach dem Ende des Evakuierungseinsatzes war Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) noch am Donnerstagabend nach Taschkent in Usbekistan geflogen, wo die Truppe ihr logistisches Drehkreuz für die Mission hatte. Auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, war dabei, wie das Verteidigungsministerium am Freitag auf Twitter mitteilte. „Die Evakuierungsoperation in Kabul war hochgefährlich. Die Bundeswehr hat unter schwersten Bedingungen vor Ort so viele Menschen wie möglich in Sicherheit gebracht“, hieß es dazu. Kramp-Karrenbauer und Zorn werden am Freitag mit den Soldaten in Wunstorf landen. (lzi)

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