Am Vorabend war er noch "Man of the Match" - dann fiel er Andreas E. zum Opfer

Aufstrebender Eishockey-Profi stirbt bei Kitzbühel-Morden

08. Oktober 2019 - 9:40 Uhr

Morde von Kitzbühel: Vereinspräsident zeigt sich fassungslos über die schreckliche Tat

Fünf Menschen riss Andreas E. in Kitzbühel mit einer grausamen Tat mitten aus dem Leben. Seine Ex-Freundin, ihre ganze Familie – und auch ihren neuen Freund, Florian J. Der 24-Jährige war als aufstrebender Eishockey-Profi erst vor kurzem aus Linz zu den Adler Kitzbühel gewechselt. Als Ersatztorhüter oder auch "Goalie" war der 24-Jährige bei einem Spiel einen Tag vor seinem Tod sogar noch zum "Man of the Match" gewählt worden. Der Vereinspräsident von EC Die Adler Kitzbühel zeigt sich tief erschüttert: "Wir sind ohne Worte. Er war eine Bereicherung für die Kabine", erzählt Volker Zeh im RTL-Interview. Das ganze Gespräch gibt's im Video oben.

Kitzbühel-Morde: Tiefe Trauer auch in den sozialen Medien

Der Tod des jungen Spielers trifft seine Teamkollegen und seinen Verein tief. Auf Facebook nehmen sie gemeinsam mit ihren Fans Abschied von Florian.

"In tiefer Trauer müssen wir euch mitteilen, dass unser Torhüter Florian Sonntagfrüh einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, allen Angehörigen und Freunden. Unsere Gedanken sind auch bei den vier weiteren Opfern dieser Tragödie, darunter treue Fans des EC Kitzbühel", heißt es in dem Post. Darunter häufen sich die Beileidsbekundungen von Fans. Auch auf der Webseite des Vereins findet sich die Nachricht über den Tod Florians. Er habe sich "mit seiner ruhigen und besonnenen Art bestens im Team integriert" und sei "allseits geschätzt und beliebt" gewesen.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Auch sein ehemaliger Verein gedenkt dem „Goalie"

Auch Florians ehemaliger Verein, die "Liwest Black Wings Linz", gedenken mit einem Post ihrem ehemaligen Torhüter. "An einem Tag wie heute fehlen uns allen einfach nur die Worte", heißt es in dem Text.

Andreas E. befindet sich in Untersuchungshaft

Mutmaßlicher Killer von Kitzbühel Andreas E.
Der mutmaßlicher Killer von Kitzbühel Andreas E. soll Mitglied der FPÖ gewesen sein.
© privat

Der junge Eishockey-Star musste vermutlich sterben, weil er seit kurzem die junge Nadine H. liebte. Ihr Exfreund, Andreas E. tötete mutmaßlich das junge Paar sowie Nadines Eltern und ihren Bruder kaltblütig - wahrscheinlich aus Eifersucht, wie Profiler Axel Petermann im RTL-Interview analysiert. Andreas E. hatte sich kurz nach der Tat bei der Polizei gemeldet und mit den Worten "Ich habe soeben fünf Personen ermordet" gestanden. Die Waffe hatte er nach Polizeiangaben von seinem Bruder, der sich Medienberichten zufolge in Asien aufhalten und derzeit nicht auffindbar sein soll.

Andreas E., der als ruhig und unauffällig galt, befindet sich seit dem Mittag in Untersuchungshaft. Die Leichen der Opfer sollen am Montag obduziert werden. Das werde den ganzen Tag in Anspruch nehmen, zitiert "Krone.at" den  Leiter des Landeskriminalamtes, Walter Pupp. 

Kitzbühel-Opfer Nadine H.
Andreas E. soll seine Ex-Verlobte Nadine H. und ihre Familie in Kitzbühel kaltblütig erschossen haben.
© privat

Mutmaßlicher Kitzbühel-Killer soll Mitglied in der FPÖ gewesen sein

Laut der "Kronen-Zeitung" soll Andreas E. auch in der österreichischen Partei "FPÖ" aktiv gewesen sein. 2014 war er laut des Berichts als Jugendreferent Mitglied der Stadtparteileitung der FPÖ Kitzbühel. Nach seiner Festnahme sei er aus der Partei ausgeschlossen worden, sagte FPÖ-Landesparteigeneralsekretär Patrick Haslwanter der Zeitung.