Gequälte Hündin Lilo soll operiert werden

Besitzerin unter Tränen: „Wir haben den Arzt gefragt, ob wir sie erlösen müssen, aber er meinte, wir machen weiter"

16. April 2021 - 15:50 Uhr

Besitzerin kann nicht fassen, was passiert ist

Nancy Hofmann ist wütend. Sie kann immer noch nicht begreifen, was ihrer Labrador-Hündin Lilo angetan wurde. Sie wurde von den ehemaligen Besitzern misshandelt und erst durch Nancys Familie gerettet. Eine Untersuchung ergab jetzt weitere Probleme. Eine Operation soll nun Lilos Leiden lindern.

Beim Rückkauf ging alles ganz schnell

"Wir hatten eigentlich ein gutes Gefühl bei den Käufern. Umso entsetzter waren wir, als wir Lilo dann wieder bei uns hatten", sagt Nancy über den Moment, als ihrer Familie klar wird, was Lilo widerfahren sein muss. Auf dem Foto in der Anzeige sei nicht erkennbar gewesen, wie krank Lilo ist. "Wahrscheinlich war das Foto schon älter", mutmaßt Nancy. Die zwischenzeitlichen Besitzer, ein jüngeres Pärchen, hatten Lilo auf einem Anzeigenportal für 600 Euro angeboten. Nancys Familie rief sie daraufhin an. Sie begründeten den Verkauf damit, dass Nancy zu viel bellen würde Deshalb müssten sie die Hündin nach wenigen Monaten schon wieder verkaufen. Beim Rückkauf sei dann alles sehr schnell gegangen. "Die verlangten dann gar nicht den Kaufpreis aus der Anzeige. Wir hatten nicht so viel Geld im Haus. Doch das reichte ihnen. Die wollten wohl nur schnell wieder weg", glaubt Nancy.

Lilo wurde möglicherweise bei Unfall verletzt und dann nicht behandelt

Der Tierarzt habe schnell die Vermutung geäußert, dass Lilo möglicherweise bei einem Unfall verletzt wurde, aber dann keine tierärztliche Behandlung bekam. Beide Hinterbeine waren gebrochen und teilweise falsch wieder zusammengewachsen. "Es ist eine Schande, dass die Lilo nicht zum Arzt gebracht haben. Das löst Wut in mir aus. Das ist eine Misshandlung, wenn man einem Hund so nicht hilft", findet Nancy. "Wir haben erst gefragt, ob wir ihr das Leid nehmen müssen. Aber der Arzt meinte, davon reden wir nicht", sagt sie unter Tränen.

Tierarzt stellt Probleme an den inneren Organen fest

Lilos Untersuchungen nehmen kein Ende. Beim letzten Besuch in der Leipziger Tierklinik schauten sich die Ärzte die inneren Organe näher an. Dabei kam heraus, dass auch etwas mit der Bauchspeicheldrüse nicht in Ordnung ist. Lilo bekommt dagegen jetzt Medikamente, damit sie nicht mehr so starke Schmerzen hat und sich nicht ständig erbricht. Auch ein spezielles Futter wurde verordnet. Kommende Woche soll nach einer weiteren Rücksprache mit dem Tierarzt dann besprochen werden, wann Lilo genau operiert wird. Dafür sammelt Nancys Familie weiter Spenden.

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