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Wann erfolgt der Milcheinschuss und wie kann ich ihn fördern?

Milcheinschuss: So gelingt der beste Start zum Stillen des Babys

Milcheinschuss ist der perfekte Start für das Stillen des Babys. Doch wann tritt er auf und wie kann man ihn fördern? Und wie kann man die Schmerzen lindern? Hier lesen Sie alles rund um den Milcheinschuss.
Milcheinschuss ist der perfekte Start für das Stillen des Babys. Doch wann tritt er auf und wie kann man ihn fördern? Und wie kann man die Schmerzen lindern? Hier lesen Sie alles rund um den Milcheinschuss.
© iStockphoto, Jelena Jovic

15. September 2020 - 11:45 Uhr

Milcheinschuss: Der beste Stillstart für das Baby

Stillen ist die bestmögliche Ernährungsform für das Baby, denn Muttermilch enthält alle Nährstoffe, die ein Kind für eine gesunde Entwicklung braucht. Die wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Stillstart des Babys ist der Milcheinschuss. Doch wann erfolgt der Milcheinschuss? Und wie bemerkt die frischgebackene Mama ihn bzw. wie kann sie ihn fördern?

Wie kommt es zum Milcheinschuss?

Schon während der Schwangerschaft bereitet das Hormon Prolaktin die Brust auf den späteren Milcheinschuss vor. Bis zur Entbindung hemmt der hohe Progesteron- und Östrogenspiegel die Milchproduktion jedoch. Das direkte Anlegen des Babys nach der Geburt regt die Prolaktinausschüttung an und fördert den Einschuss sowie die Produktion der Muttermilch. Zunächst befindet sich die Vormilch – auch Erstmilch oder Kolostrum – in den Milchdrüsen. Die gelbe, zähflüssige Substanz ist kalorien- und nährstoffreich und enthält wichtige Proteine sowie Antikörper, die der Säugling benötigt.

Wann erfolgt der Milcheinschuss?

Die Zeitspanne, in der es zum Milcheinschuss kommt, schwankt von Frau zu Frau. Im Allgemeinen erfolgt er etwa zwei bis sieben Tage nach der Entbindung. Junge Mütter nehmen den Milcheinschuss ganz unterschiedlich wahr. Meist fließt zum Zeitpunkt des Einschusses schon etwas Milch heraus, die Brüste sind prall und sensibel. Schmerzt die Brust, dann sorgen kalte Kompressen und leichte Massagen von den Achselhöhlen in Richtung Brustwarze für Linderung. Außerdem wird auf diese Weise einem Milchstau entgegengewirkt.

Verzögerter Milcheinschuss: Geduld oder Fläschchen?

Erfolgt der Milcheinschuss verspätet, können Geburtskomplikationen dahinterstecken, die den Milchspendereflex der Mutter verzögern. Das Füttern mit einem Fläschchen zwecks Überbrückung ist nicht sinnvoll, denn das Baby gewöhnt sich schnell daran, über den Flaschensauger leichter an Nahrung zu gelangen.

Der Wechsel zwischen Sauger und Brustwarze kann obendrein eine Saugverwirrung zur Folge haben. Die Milchproduktion ist dann rückläufig und der weitere Stillprozess wird behindert. Die Erstmilch reicht zunächst vollkommen aus, um den Säugling bis zum Milcheinschuss mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Im Zweifelsfall berät Sie die Stillberaterin, die Hebamme oder der Kinderarzt.

Milcheinschuss fördern

Voraussetzung für den zügigen Milcheinschuss und die weitere Produktion der Muttermilch ist das häufige Anlegen und Saugen des Babys. Das Neugeborene verfügt nach der Entbindung über einen besonders starken Saugreflex und einen ausgeprägten Geruchssinn. Es kann die wertvolle Vormilch riechen. Das Anlegen im Zwei-Stunden-Rhythmus ist ideal, um die Brust auf den Milcheinschuss vorzubereiten. Viel Flüssigkeit und eine ausgewogenen Ernährung können zusätzlich den Milcheinschuss und die Milchproduktion fördern. Die Milchproduktion stellt sich innerhalb weniger Tage auf die Bedürfnisse des Säuglings ein.

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