Wie klappt das Stillen am besten?

Baby richtig anlegen beim Stillen: Hilfreiche Praxistipps für frische Mütter

Am Anfang kann das Stillen auf frisch gebackene Mütter ganz schön tricky wirken. Aber keine Sorge: Mit der richtigen Technik zum Anlegen wir das Stillen schnell zur Routine.
© iStockphotos, Marko Pekic

23. September 2020 - 13:29 Uhr

So wird das Stillen schnell zur Routine

Das Stillen ist die beste Möglichkeit, das Neugeborene in den ersten Monaten zu ernähren. Aufgrund des Wissens über die wertvollen Inhaltsstoffe in der Muttermilch gibt heutzutage der Großteil aller deutschen Mütter ihrem Kind die Brust. Doch insbesondere am Anfang kann dies Probleme bereiten. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, müssen Mütter lernen, wie sie für sich am besten das Baby an die Brust anlegen. Hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie das Baby richtig stillen. Mit ein bisschen Übung ist das Stillen schon bald Routine.

Baby richtig anlegen beim Stillen: Wie klappt es am besten?

Um das Baby zu stillen, sollten Sie es sich auf einem Stuhl, dem Bett oder dem Sofa bequem machen. Es ist hilfreich, wenn die Sitzgelegenheit eine Armlehne hat oder Sie mithilfe eines Kissens den Arm abstützen. Anschließend führen Sie Ihr Baby zu Ihrer Brust und nicht umgekehrt. Es ist wichtig, dass es beim Liegen leicht die Brustwarze erreichen kann und den Kopf nicht drehen muss. Hat das Baby Schwierigkeiten zur Brustwarze zu gelangen, muss es diese stärker festhalten. Dadurch kann diese schnell wund werden.

Baby richtig an die Brust anlegen: Wiegehaltung für ein leichtes Trinken

Es gibt keine richtige Stillposition. Jede Frau und jedes Kind bevorzugen ganz unterschiedliche Methoden des Stillens. Eine der häufigsten ist die klassische Wiegehaltung. Dabei ruht das Baby auf Ihrem Unterarm und wird liegend an die Brust angelegt. Dabei berührt es mit seinem Bauch Ihren Bauch und sein Ohr sollte mit Schulter und Becken in einer Linie liegen.

Andere Mütter finden es bequemer, wenn der Sprössling auf einem Kissen auf dem Schoß liegt, da sie sein Gewicht nicht tragen müssen. Ein mehrmaliges Wechseln der Stillposition hat sich als hilfreich erwiesen, da dies das gleichmäßige Entleeren der Brust fördert und vor einer einseitigen Belastung der Brustwarzen bewahrt.

Wie sollte das Kind die Brustwarze fassen?

Ihr Kind sollte einen möglichst großen Teil Ihres Warzenhofes einsaugen können. Dadurch wird der Milchfluss aktiviert und Ihre Brustwarze wird vor einem Wundwerden geschützt. Um dieses Fassen Ihrer Brustwarze zu unterstützen, können Sie mit Ihrer Hand unter die Brust greifen und den Daumen oben hinter dem Warzenbereich positionieren. Sie haben Ihr Baby richtig angelegt, wenn die Lippen sichtbar nach außen gestülpt sind. Auf diese Weise hat es einen optimalen Saugabschluss, der auch für Sie angenehmen ist. Durch seine Sauggeräusche wissen Sie stets, dass es noch hinreichend Luft bekommt.

Weitere Tipps zum richtigen Anlegen des Babys beim Stillen

Abgesehen vom kurzen Ansaugschmerz dürften Ihre Brustwarzen nicht wehtun, wenn das Kind daran nuckelt. Tun sie es doch, haben Sie Ihren Schatz zumeist nicht richtig angelegt. Es können aber auch andere Ursachen wie ein verkürztes Zungenbändchen dahinterstecken.

Nach einem Kaiserschnitt kann es passieren, dass das Stillen etwas schmerzt: Dies liegt an der Wunde am unteren Bauchbereich, auf die das Kleine beim Stillen drückt. Um dies zu vermeiden, können Sie ein Kissen auf die Wunde legen. Auch das Einnehmen einer anderen Stillposition wie Rückengriff, Rückenlage oder Seitenlage kann hier sehr hilfreich sein.