Probleme beim Stillen und Schlucken?

Ankyloglosson: Ein verkürztes Zungenbändchen beim Baby

Ankyloglosson: Bei Babys kann es passieren, dass das Zungenbändchen verkürzt ist und Probleme beim Stillen oder Schlucken auftreten. Alles rund um das verkürzte Zungenbändchen beim Baby lesen Sie hier.
Ankyloglosson: Bei Babys kann es passieren, dass das Zungenbändchen verkürzt ist und Probleme beim Stillen oder Schlucken auftreten. Alles rund um das verkürzte Zungenbändchen beim Baby lesen Sie hier.
© iStockphoto, Photographer:BULENT UMUT

15. September 2020 - 12:01 Uhr

Ein verkürztes Zungenbändchen ist meist gut behandelbar

Ist das Zungenbändchen zu kurz beim Baby, stellt dies meist kein großes Problem dar. Das bedeutet nur, dass das Häutchen zwischen Zunge und Mundboden bei diesen Kindern kürzer ist als bei anderen. In manchen Fällen kann diese Verkürzung allerdings zu Schwierigkeiten beim Stillen, Schlucken und späteren Sprechen führen. Das liegt daran, dass die Bewegungsfreiheit der Zunge eingeschränkt ist. Mediziner nennen diese Verkürzung des Zungenbändchens übrigens "Ankyloglosson". Der Defekt ist heutzutage gut behandelbar.

Wie lässt sich das verkürzte Zungenbändchen beim Baby diagnostizieren?

Wenn die Zunge vollständig an den Mundboden eines Kindes angewachsen ist, stellt dies ein Mediziner oder eine Hebamme unmittelbar nach der Geburt im Rahmen der U1-Untersuchung fest. Dem Baby wird ein Finger in den Mund gesteckt, um seinen Gaumen und die Zunge zu untersuchen. Ist nur das Zungenbändchen verkürzt beim Baby, ist die Diagnose schwieriger. Viele Eltern merken dies erst, wenn Probleme beim Stillen oder sogar erst wenn Sprachprobleme beim Kind auftreten. Aus diesem Grund sollten Eltern bereits auf die ersten Anzeichen achten, die auf ein verkürztes Zungenbändchen beim Baby hinweisen.

Was für Anzeichen gibt es für ein verkürztes Zungenbändchen beim Baby und wie lässt sich dies behandeln?

Nicht alle Kinder mit einem verkürzten Zungenbändchen haben Schwierigkeiten. Bei einigen Babys kommt es jedoch zu Erschwernissen beim Stillen, da die Kinder die Zunge schlechter bewegen können. Durch diese Stillprobleme ergeben sich bestimmte Symptome, die auf ein Ankyloglosson beim Baby hinweisen:

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Wenn sich der Verdacht auf ein Ankyloglosson bestätigt, trennt der Arzt das Zungenbändchen durch.

Kann es Probleme beim Stillen oder Flaschenfüttern geben?

Durch ein verkürztes Zungenbändchen kann es zu Problemen beim Stillen kommen. Dies liegt daran, dass das Kind keine schlängelnde Bewegung mit der Zunge machen kann. Die Bewegung ist jedoch erforderlich, um Brustwarze und Brustwarzenvorhof gegen den Gaumen zu drücken und die Milch fließen zu lassen. Wenn das Kind mit dem Fläschchen ernährt wird, macht sich das verkürzte Zungenbändchen weniger bemerkbar. An dem Sauger nuckelt das Kind auf eine andere Art als an der mütterlichen Brust. Mitunter kann es aber sein, dass diese Kinder etwas länger zum Trinken benötigen als Babys ohne verkürztes Zungenbändchen.