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Mehr als 100 Tote durch Tornados in den USA befürchtet

Wirbelstürme hinterlassen Spur der Zerstörung

Mehr als 100 Tote durch Tornados in den USA befürchtet

US-Bundesstaat Kentucky besonders schwer getroffen

In den USA sind bei mehreren Tornados mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes fegten in der Nacht zum Samstag 36 Tornados durch die Bundesstaaten llinois, Kentucky, Tennessee, Missouri, Arkansas und Mississippi. Besonders schwer wurde Kentucky getroffen. Nach Angaben von Gouverneur Andy Beshear hinterließ ein Tornado auf einer Strecke von 365 Kilometern eine Spur der Zerstörung. Zahlreiche Menschen starben. "Ich bin jetzt sicher, dass die Zahl oberhalb von 70 liegt. Es kann aber tatsächlich darauf hinauslaufen, dass sie 100 übersteigt, bevor der Tag endet", sagte Beshear. "Das Ausmaß der Verwüstung übersteigt alles, was ich jemals gesehen habe." Die Wirbelstürme zerstörten Wohnhäuser, Fabriken und Lagerhallen. Präsident Joe Biden kündigte Unterstützung der betroffenen Regionen durch den Bund an.

Drama in Kerzen-Fabrik

Einige der schwersten Schäden wurden aus Mayfield gemeldet, einer Stadt mit rund 10.000 Einwohnern im Westen Kentuckys, wo der Bundesstaat an Illinois, Missouri und Arkansas grenzt. Rund 110 Menschen hätten sich in einer Kerzen-Fabrik aufgehalten, als der Tornado vorbeigezogen sei und das Dach des Gebäudes abgerissen habe, sagte Beshear. "Es ist tragisch. Wir glauben, dass wir mindestens ein Dutzend dieser Menschen verloren haben." In den frühen Morgenstunden seien mehr als 56.000 Menschen in Kentucky ohne Strom gewesen, sagte der Gouverneur. Er rief den Ausnahmezustand aus und schickte Nationalgardisten in die betroffenen Gemeinden. Im Westen von Kentucky entgleiste ein Zug in dem Sturm.

Rettungskräfte suchen nach Verschütteten

Auch aus den Bundesstaaten Tennessee, Arkansas und Missouri wurden erhebliche Schäden gemeldet. In Illinois kamen der Polizei zufolge mehrere Menschen zu Tode, als das Dach einer Lagerhalle einstürzte. Drohnenaufnahmen von der Umgebung zeigten chaotische Szenen. Überall lagen Trümmer verstreut. Rettungskräfte suchten mit Taschenlampen nach Verschütteten. In Monette im Norden von Arkansas starb den Behörden zufolge mindestens ein Mensch, als ein Tornado das Dach eines Pflegeheimes wegriss. Mehrere Menschen wurden verletzt.

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Mindestens 36 Tornados

Entstanden waren die Tornados in der Nacht infolge einer Reihe von Unwettern. Darunter war eine sogenannte Superzelle, die sich im Nordosten von Arkansas gebildet hatte. Dieser besonders gefährliche Sturm zog von Arkansas und Missouri nach Tennessee und Kentucky. Auf dem Weg seien einige tödliche Tornados entstanden, sagte der Meteorologe Roger Edward vom Sturmvorhersage-Zentrum des Nationalen Wetterdienstes. Nach Angaben des Zentrums gab es 36 Berichte über Tornados in Illinois, Kentucky, Tennessee, Missouri, Arkansas und Mississippi. (reuters/lth)