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Arkansas

Arkansas, das einstmals zu Frankreich und Spanien gehörte, ist seit 1836 der 25. Bundesstaat der USA. In Bezug auf Wohlstand und Bruttoinhaltsprodukt pro Kopf gehört Arkansas zu den Schlusslichtern unter den 50 Staaten.

Arkansas picture alliance / All Canada Photos | Don Johnston

Der Bundesstaat Arkansas mit seiner Hauptstadt Little Rock liegt im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika und grenzt an die Staaten Louisiana, Texas, Oklahoma und Missouri. Im Osten bildet der Mississippi, der Arkansas von Tennessee und dem Staat Mississippi trennt, die natürliche Grenze. Auf einer Fläche von fast 138.000 km² leben rund 3 Millionen Menschen (Stand 2016). Davon sind 80 % Weiße (Stand 2019). Bezogen auf das BIP pro Kopf aller Bundesstaaten liegt Arkansas auf dem vorletzten Platz (Stand 2018) aller Bundesstaaten. Nur Mississippi ist noch ärmer.

Kurzer Überblick über die Geschichte von Arkansas

Im 16. und 17. Jahrhundert drangen zum ersten Mal europäische Entdecker in das Gebiet vor, das seit Tausenden von Jahren von verschiedenen Indianerstämmen besiedelt war und heute als Arkansas bekannt ist. Die erste koloniale Siedlung in Form der französischen Handelsstation „Arkansas Post“ entstand Ende des 17. Jahrhunderts. Der Name „Arkansas“ geht zurück auf ein indianisches Wort, das in etwa „Land der Menschen, die flussabwärts leben“ bedeutet. In der Folge gehörte das Gebiet zu der französischen Kolonie Louisiana, fiel später an Spanien und ging 1800 wieder in französischen Besitz über. Im Juni 1836 kam es im Rahmen des Louisiana-Landkaufs, bei dem die USA über 2 Millionen km² Land von den Franzosen erwarben, an die Vereinigten Staaten und ist seitdem deren 25. Bundesstaat.

Arkansas in der Moderne

Obwohl Arkansas reiche Bodenschätze besitzt, ist der Staat einer der ärmsten der USA. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Agrarwirtschaft mit den Schwerpunkten Anbau von Reis, Sojabohnen, Baumwolle und Geflügelzucht. In den Fokus der Öffentlichkeit trat Arkansas, als der bis dato relativ unbekannte Gouverneur des Staates, Bill Clinton zum Präsidentschaftskandidaten der demokratischen Partei nominiert wurde. Im November 1992 gewann er gegen seinen republikanischen Herausforderer George Bush und hatte das Amt bis 2001 inne.