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Männer in Schleswig-Holstein bleiben Vorsorgemuffel

Weniger Krebsvorsorgen wegen Corona

Männer in Schleswig-Holstein bleiben Vorsorgemuffel

Mann beim Arzt mit Tablet
Symbolbild: Mann beim Arzt
iStockphoto

Jeder 6. Mann war nicht bei der Krebs-Früherkennung

Die Corona-Pandemie hat noch mehr Männer in Schleswig-Holstein davon abgehalten, sich vorsorglich auf Krebs untersuchen zu lassen. Nach Angaben der AOK Nordwest vom Donnerstag war im vergangenen Jahr nicht einmal jeder sechste Mann über 45 Jahren (15,7 Prozent) bei der Krebs-Früherkennung. 2019 seien es noch 17,9 Prozent gewesen.

Arztbesuche werden wegen Corona vermieden

"Männer nutzen immer weniger die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen", sagte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. "Die Corona-Pandemie hat besonders im ersten Halbjahr des letzten Jahres einen Teil dazu beigetragen und zu einem weiteren Rückgang geführt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten."

"Die Chance einer frühen Krebs-Diagnostik sollte unbedingt genutzt werden!"

Nach den aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein seien im nördlichsten Bundesland im Jahr 2018 insgesamt 18.576 Krebs-Neuerkrankungen und 8897 Todesfälle erfasst worden. Die Zahlen zeigten, wie wichtig es sei, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. „Die Chance einer frühen Krebs-Diagnostik sollte aber unbedingt genutzt werden“, sagt Ackermann. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge gebe es jedenfalls nicht. "Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt", betonte Ackermann. (dpa/kst)