Ermittler schließen Wochenbettdepressionen als Motiv wohl nicht aus

Polizei findet Baby und zwei Kleinkinder tot in Schlafzimmer - Mutter (28) festgenommen

29. Juni 2021 - 17:58 Uhr

Alle drei Kinder können nur noch für tot erklärt werden

In einem Haus in Los Angeles wurden drei leblose Kinder gefunden – das jüngste soll gerade einmal sechs Monate alt gewesen sein. Wie die Polizei berichtet, ging ein Notruf bei den Rettungskräften ein, dass mehrere Kinder nicht mehr atmen würden. Die Rettungssanitäter versuchten noch, die Geschwister wiederzubeleben – vergeblich. Alle drei Kleinkinder, zwei Jungen und ein Mädchen, alle jünger als drei Jahre, konnten nur noch für tot erklärt werden.

Familie aus Los Angeles ist bisher nicht auffällig gewesen

Die 28 Jahre alte Mutter der Kinder wurde vor Ort festgenommen und wird nun von den Ermittlern befragt. Der Vater der Kinder soll nach einem Bericht des US-Senders NBC nicht im Haus gewesen sein, als die Polizei eintraf. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Familie aus dem Bezirk East Los Angeles bisher nicht durch Misshandlungen oder Vernachlässigungen der Kinder aufgefallen sein, so die Polizei.

Über die Todesursache machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Leichen der drei Kleinkinder wiesen keine "sichtlichen Anzeichen" von Gewalteinwirkung auf, sagte Charles Calderaro vom zuständigen Sheriff-Büro der "Los Angeles Times". Die Ermittler befragen nun Familienmitglieder und weitere Zeugen, um herauszufinden, was sich im Haus der Familie abgespielt hat. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Nachbarn legen Blumen vor dem Haus in Los Angeles ab

NBC-Reporter Robert Kovacik twitterte, dass die Ermittler vor Ort auch eine Wochenbett-Depression der Mutter als mögliches Tatmotiv nicht ausschließen würden. Die Kinder seien im Schlafzimmer gefunden worden.

Das Entsetzen über die Tat in der Nachbarschaft ist groß. Mehrere Menschen legten Blumen vor dem Haus der Familie ab, das noch von der Spurensicherung unter die Lupe genommen wird. Einige nahmen sich aufgelöst gegenseitig in den Arm. "Sie würde alles für die Kinder tun", zitierte NBC einen fassungslosen Onkel der Todesopfer. "Was ist passiert?" (dpa/jgr)