Schockierende Tat in Lohr am Main14-Jähriger erschossen: Klaute der mutmaßliche Täter (14) die Waffe von seinem schwerkranken Nachbarn (66)?

von Jan Dafeld und Michaela Johannsen

Wie kam der Tatverdächtige (14) an die tödliche Tatwaffe?
Der 14-jährige Francesco S. wird auf einem Schulgelände erschossen. Der mutmaßliche Täter: Valerio G., ein Bekannter des Opfers. Doch woher hatte der Teenager die Pistole für die tödliche Tat? Die Polizei hat nun eine heiße Spur.

Lohr am Main: Pistole gehörte dem Nachbar des Tatverdächtigen

RTL weiß: Die Tatwaffe gehörte eigentlich einem 66-Jährigen, der im gleichen Haus wie der Tatverdächtige lebt. Wie genau der 14-Jährige und der Nachbar zueinander in Kontakt stehen, ist der Polizei derzeit noch unklar. Verwandt seien die beiden wahrscheinlich nicht, so die Ermittler zu RTL.

Der 66-Jährige besitzt mehrere Waffen legal. Bei einer Durchsuchung der Wohnung stellte die Polizei fest, dass alle sicher und ordnungsgemäß verwahrt wurden. Wie soll der Teenager also an die tödliche Pistole gekommen sein? Ganz klar ist das noch nicht, womöglich fand Valerio G. den passenden Schlüssel, um an die Waffen zu kommen.

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Tatverdächtige Valerio G. (linker Kreis) und das Opfer Francesco S. (rechts)
Der tatverdächtige Valerio G. (linker Kreis) und das Opfer Francesco S. (rechts) sollen sich gekannt haben.
RTL, RTL

Polizei findet Pistole nach Tod von 14-Jährigem in Lohr am Main

Der 66 Jahre alte Nachbar liegt schwerkrank im Krankenhaus und ist aktuell nicht ansprechbar. Weitere Informationen kann er der Polizei derzeit also nicht geben. Wieso die Polizei die Waffe trotzdem so eindeutig zuordnen kann? Dank der Individualnummer der Tatwaffe.

Der 14-jährige Tatverdächtige hatte nach seiner Festnahme vor dem Ermittlungsrichter verraten, wo sich das Versteck der Pistole befinde. So konnte die Polizei die wahrscheinliche Tatwaffe finden - und dank der registrierten Nummer den Besitzer der Waffe feststellen.

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Francesco
Am Tatort wurden Blumen und Kerzen für den getöteten Francesco S. niedergelegt.
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Das Motiv für die schockierende Tat gibt derweil weiter Rätsel auf. Der mutmaßliche Täter ist der Polizei dabei bislang keine Hilfe: „Der 14-jährige Tatverdächtige äußert sich weiterhin nicht zur Tat“, sagt Enrico Ball, Pressesprecher Polizeipräsidium Unterfranken, RTL.

In den sozialen Medien halten sich Gerüchte, nach denen Francesco S. Valerio G. eine geringe Summe Geld geschuldet haben soll. Dabei handelt es sich laut der Polizei allerdings um reine Spekulationen, die Ergebnisse der Ermittlungen könnten diese nicht bestätigen.