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Lars Klingbeil im RTL/ntv-Frühstart: "Die Linke ist nicht berechenbar"

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hält Wahl für völlig offen

"Die Linke ist nicht berechenbar"

SPD-Generalsekretär Klingbeil hält Wahl für völlig offen "Die Linke ist nicht berechenbar"
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"Die Linke ist nicht berechenbar"
SPD-Generalsekretär Klingbeil hält Wahl für völlig offen

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SPD schließt Bündnis mit den Linken weiterhin nicht aus

Die SPD kritisiert die Linke – schließt aber ein Bündnis mit dieser Partei nach der Bundestagswahl weiterhin nicht aus. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagt im RTL/n-tv Frühstart, dass er es „unanständig“ findet, wenn die Linken fordern, Menschen aus Kabul zu retten, sich gleichzeitig aber enthalten, wenn es um das dafür notwendige Mandat der Bundeswehr geht. „Was die Soldaten brauchen, ist volle Rückendeckung aus dem Parlament. Das hat die Linke verweigert.“

Bedingungen für eine Zusammenarbeit

Wie schon Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellt auch Klingbeil Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit den Linken. „Wir kämpfen für unsere Inhalte und Prinzipien. Und dazu gehören ein klares Bekenntnis zu den transatlantischen Beziehungen und ein klares Bekenntnis zur Europäischen Union.“ Nach der Wahl am 26. September werde man genau schauen, mit wem sich diese Ziele umsetzen ließen.

SPD nach 15 Jahren erstmals vor Union

Die jüngste Forsa-Umfrage, nach der die SPD zum ersten Mal seit 15 Jahren besser dasteht als die Union, nimmt Klingbeil mit Genugtuung zur Kenntnis. „Ich bin froh, dass wir den Kanzlerkandidaten haben, der sich nicht ständig für Fehler entschuldigen muss, das machen schon die anderen beiden.“ Wichtig sei jetzt, über Themen zu reden und nicht über Nebensächlichkeiten wie Lebensläufe und Plagiate. „Lasst uns sprechen über bezahlbare Mieten, über stabile Renten, über die Frage, wie kriegen wir eigentlich höhere Löhne in diesem Land.“

"Alle rennen für Olaf Scholz"

Anders als die Konkurrenz beschäftige sich die SPD in diesem Wahlkampf nicht mit sich selbst. „Alle rennen momentan für Olaf Scholz“, sagt Klingbeil. Die SPD biete dem Publikum weder Machtkämpfe noch Selbstzerfleischungen. „Wir haben Gott sei Dank keinen Robert Habeck, der sich hinsetzt, und die Aufmerksamkeit von der eigenen Kanzlerkandidatin abzieht. Wir haben keine Markus Söder, der andauernd dem eigenen Kanzlerkandidaten vors Schienbein tritt.“

Erstes Triell am Sonntag bei RTL

Die Bundestagwahl sei trotz der guten Umfragewerte für die SPD noch keineswegs entschieden. „Das ist ein offenes Rennen, alle liegen nah beieinander“, sagt Klingbeil. Umso entscheidender sei das erste Triell mit Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz am kommenden Wochenende (Sonntag, 29. August, 20.15 Uhr, RTL und n-tv). „Wichtig ist, dass man genau hinschaut, wer hat welche Antworten zu bieten“, so Klingbeil, „um sich danach eine eigene Meinung zu bilden.“