Der Hausarzt soll die Behandlungsverhältnisse zu einer Vielzahl von Patientinnen ausgenutzt und sie teilweise mehrfach sexuell missbraucht haben. Von 2012 bis 2017 soll der 55-Jährige immer wieder während der Behandlungen ohne Grund die Brüste seiner Patientinnen abgetastet haben. Seinen Unterkörper rieb er angeblich an dem Gesäß der Frauen. Eine soll er sogar versucht haben zu küssen. Laut Anklage sind 21 Frauen betroffen. Eine von ihnen zeigt den Arzt im Herbst 2017 an. Sie erzählt auch auf Facebook von ihrem traumatischen Erlebnis. Daraufhin melden sich weitere Betroffene bei der Staatsanwaltschaft. Bis heute leiden sie unter psychischen Problemen oder Schlafstörungen, so die Staatsanwaltschaft. Der 55-Jährige ist insgesamt in 28 Fällen angeklagt. Bei einer Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses kann er mit der Anordnung eines Berufsverbots sowie einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren pro Tat rechnen. Mitte Dezember soll der Prozess weitergehen.