40 Prozent könnten auf den exotischen Mini-Schokoriegel verzichten

Kokos-Hasser entzückt! Hier gibt es bald "No Bounty"-Packungen - kommt das auch nach Deutschland?

Eine Packung Celebrations.
Kein Bock auf Bounty? In Großbritannien geht dieser Wunsch bald in Erfüllung.
Ekaterina79

von Vera Dünnwald

Beim Abend mit Familie oder Freunden steht die gute alte Packung „Celebrations“ auf dem Tisch. Schnell wird sich drüber hergemacht und die für ihn leckerste Schokoladen-Variante geschnappt. Was anscheinend in Großbritannien fast immer übrig bleibt? Der Miniatur-Riegel mit der blauen Verpackung: das Bounty. Für viele Briten ist die Schokolade mit Kokos-Geschmack ein absolutes No-Go, weswegen das Unternehmen daraus nun Konsequenzen gezogen hat. Aber wie sieht es eigentlich bei uns in Deutschland aus?

In der Vorweihnachtszeit: "No Bounty"-Packungen in 40 Tesco-Filialen

Die Nascherei mit dem exotisch-paradiesischem Geschmack werde von etwa 40 Prozent der Verbraucher gehasst, wie der Hersteller Mars Wrigley erklärt. Deswegen kommt jetzt der Härtetest für das (un-)beliebte Bounty: In der Vorweihnachtszeit – wenn das Geschäft mit Schokolade und Co. boomt – wird es in rund 40 Tesco-Supermarktfilialen in Großbritannien für sechs Wochen eine begrenzte Auswahl an „No Bounty“-Packungen zu kaufen geben. Das berichtet die BBC.

Der Grund: Das Unternehmen habe Bedenken, dass die gestiegenen Lebenshaltungskosten dazu führen könnten, dass Kunden verzichtbare Genussmittel – wie eben eine Packung „Celebrations“ – von ihrer Einkaufsliste streichen könnten. Indem man genauer auf die Vorlieben der Kunden eingeht, könne dies verhindert und die Marke Mars Wrigley gefördert werden.

Lese-Tipp: Naschen ohne Reue: Zuckerfreie Bounty-Balls selber machen

Ihre Meinung ist gefragt!

Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht repräsentativ.

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Umfrage des Unternehmens hat ergeben: Bounty ist mega unbeliebt!

Der Lebensmittelhersteller sagte jedoch auch, dass er noch nicht entschieden habe, ob die Leckereien für immer verbannt werden. Aber: Eine Umfrage in Auftrag des Unternehmens, an der 2.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teilnahmen, ergab, dass viele Menschen die Kokos-Schokolade auf dem Boden der Packung verstauben lassen. Nur 18 Prozent halten zu Bounty und gaben an, dass sie sich ärgern würden, würde es die Praline in Zukunft gar nicht mehr geben.

Schon im letzten Jahr gab es kurzzeitig das „Bounty-Rückgabeprogramm“, bei dem Bounty-Hasser ihre unerwünschten Pralinen zurückgeben und gegen Maltesers eintauschen konnten. „Aufgrund der großen Nachfrage versuchen wir nun, sie ganz aus dem Becher zu nehmen“, so Emily Owen, Senior Brand Manager bei Celebrations.

Deutschland: Niemand hat die Absicht, Bounty zu entfernen!

Und wie sieht’s hier in Deutschland aus? Eine Managerin für Unternehmensangelegenheiten erklärte in einer Stellungnahme, die RTL vorliegt: „Bei der Limited Edition, in der ‘Celebrations’ ohne Bountys erhältlich sind, handelt es sich tatsächlich um eine Aktion aus UK. In Deutschland bleibt Bounty in den Celebrations Packungen und erfreut sich auch großer Beliebtheit.“ Auf der Webseite gebe es dazu auch eine Abstimmung, aus der eindeutig hervorgeht: In Deutschland scheint es weniger Kokos-Hasser zu geben als drüben auf der Insel!

Für die Briten heißt die fehlende Bounty-Schokolade übrigens nicht, dass sie sich mit weniger Schokoladen-Inhalt zufrieden geben müssen: Mars Wrigley kündigte an, dass die limitierten „No Bounty“-Becher zusätzliche Mars, Snickers, Milky Way, Galaxy und Maltesers Bonbons anstelle des fehlenden Bounty enthalten würden.

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