RTL/ntv "Frühstart"

Juso-Chefin: „Schulen nie wieder schließen“

03. August 2021 - 8:56 Uhr

Jusos: Corona-Einschränkungen begrenzen

Von Henning Werle & Philip Scupin

Die Bundesvorsitzende der Jusos, Jessica Rosenthal, hat sich dafür ausgesprochen, in einer möglichen vierten Corona-Welle die junge Generation vor allzu großen Einschränkungen zu bewahren. "Auf jeden Fall muss es ein klares Bekenntnis geben: Schulen werden nie wieder schließen, Kindergärten werden nicht schließen", so Rosenthal im RTL/ntv "Frühstart". Man müsse es zudem schaffen, dass Auszubildende ihre Ausbildung weitermachen können. Außerdem müssten Studierende zurück in die Hörsäle kommen können. Zur Bewertung der Corona-Lage dürfe man nicht mehr nur auf die Inzidenz schauen, sondern auch auf die Impfquote, die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und die Belegung der Intensivstationen.

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Jetzt sei die Zeit, Impfteams ins Klassenzimmer zu schicken

Nach der Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, allen Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren ein Impfangebot zu machen, fordert die Juso-Chefin, dieses Versprechen schnell einzulösen. Es müsse niederschwellige Angebote für junge Menschen geben, so Rosenthal. "Da müssen wir in die Kneipen gehen, da müssen wir in die Bars gehen, müssen in die Shisha-Bars gehen."

Jetzt sei auch die Zeit, um Impfteams in die Klassenzimmer zu schicken. Die junge Generation habe bislang viel Rücksicht genommen. "Wir haben die ganze Zeit Solidarität gegeben, auch aus voller Überzeugung. Aber jetzt sind wir auch dran."

Jusos bangen um sicheren Schulstart

Die Entscheidung der Gesundheitsminister für Kinderimpfungen sei richtig, komme aber zu spät, so Rosenthal. Sie hätte bereits vor den Sommerferien getroffen werden müssen. "Dann hätten wir die zweite Impfung jetzt nach den Sommerferien schon geben können und hätten einen gesicherten Schulstart gewährleisten können."

Die Vorsitzende des SPD-Nachwuchses kritisierte außerdem, dass Schulen zu langsam mit Luftfiltern ausgestattet würden. "Es ist da viel zu lange gezögert worden." In der Verantwortung sieht sie vor allem die Bundesländer. Es sei viel Geld da, es müsse aber auch abgerufen werden.