+++ Achtung, heftige Bilder! +++

Junge (4) hatte Verstopfung - dann entfernten Ärzte Spulwürmer aus seinem Dünndarm

12. Juni 2019 - 22:49 Uhr

Ärzte fanden ein „Bündel an Würmern“

Diese Bilder sind nichts für schwache Nerven: Die Füße eines kleinen Jungen sind auf einem Operationstisch zu sehen. Ein blutiges Tuch zeugt davon, dass der Patient nicht ohne Verletzungen davongekommen ist – und zwischen seinen Füßen steht eine salatschüsselgroße Metallschale, in der ein ganzes "Bündel an Würmern" steckt. Ärzte hatten diese manuell aus den Eingeweiden des Jungen entfernt.

Eigentlich sind Wurmkuren in der Region üblich

Ein Bericht über diesen medizinischen Einsatz wurde nun im "Journal of Medical Case Reports" veröffentlicht. Bei dem Patienten handelte es sich um einen vierjährigen Kameruner, der mit Bauchschmerzen, Übelkeit und schlimmer Verstopfung, die bereits sechs Monate angehalten habe, ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Wie sich herausstellte, wurde der Kleine niemals gegen Spulwürmer behandelt – wie es in seiner Region im Nordwesten Kameruns eigentlich üblich ist. Die Würmer müssen schon lange im Darm des Jungen gewütet haben und hatten so einen Dünndarmverschluss verursacht. Im Video zeigen wir Ihnen, wo auch in Deutschland Würmer eine potentielle Gefahr darstellen.

Weltweit sind 800 Millionen Menschen von Spulwürmern betroffen

Spulwürmer (Ascaris lumbricoides) sind die häufigsten parasitären Wurminfektionen. Weltweit sind rund 800 Millionen Menschen davon betroffen – meist Kinder zwischen zwei und zehn Jahren in tropischen Gegenden und Entwicklungsländern.

Einer Infektion mit Spulwürmern kann durch gründliches Händewaschen vorgebeugt werden. Auch Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr immer gut gewaschen werden, da gedüngte Nahrungsmittel die Würmer übertragen können.