Ansteckungsrisiko im Haushalt senken

Richtig putzen in Corona-Zeiten: Das sollten Sie vermeiden!

In  der aktuellen Corona-Zeit müssen Oberflächen besonders gründlich gereinigt werden.
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28. Oktober 2020 - 9:45 Uhr

Küche und Badezimmer sind Virus-freundlich

Küche und Badezimmer müssen in der akuten Corona-Zeit besonders regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Indem wir mit unseren Händen viele Gegenstände immer wieder anfassen, verteilen wir selbst Keime und möglicherweise sogar das Virus. Welche Putzfehler Sie daher vermeiden sollten, erklären wir hier im Artikel.

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Besonders wichtig: Nichts vergessen!

Auf Oberflächen hält sich das Coronavirus durchaus länger. Zwischen einigen Stunden oder auch einigen Tagen - genau festlegen will sich Mediziner Dr. Christoph Specht nicht. Es käme auch darauf an, wie feucht der Untergrund oder wie warm die Oberfläche sei. Auch direkte Sonneneinstrahlung hat Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Virus, denn die kann die Zellen austrocknen und es damit schädigen.

Im Haushalt müssen wir daher aktuell besondere Hygienemaßnahmen ergreifen, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Grob gesagt müssen alle Gegenstände, die in Kontakt mit unseren Händen kommen, regelmäßig gereinigt werden.

Wie Sie Ihr Smartphone am besten von Viren und Bakterien befreien, erklären wir hier. 

Viren finden auf feuchten Oberflächen einen besonders guten Nährboden. In der Küche und im Badezimmer befinden sich daher die meisten Flächen, die regelmäßig und intensiv gereinigt werden müssen. Auch durch den Kontakt mit frischen Lebensmitteln können sich auf vielen Oberflächen zusätzlich Keime festsetzen.

Es gibt allerdings ein paar Fehler, die Sie jetzt vermeiden sollten. Denn nur weil etwas sauber aussieht, kann das Virus dennoch einen guten Nährboden finden.

Diese Oberflächen dürfen jetzt nicht vergessen werden:

  1. Das Innere der Spülmaschine: Die Maschine selbst ist ein sicherer Ort, wenn es um die keimfreie Reinigung von Geschirr geht. Doch auch das Innere der Maschine muss vor allem in der akuten Corona-Zeit intensiv gereinigt werden.
  2. Griffe an Schränken und Geräten: Unsere Hände bergen das größte Risiko, das Coronavirus aufgegriffen zu haben. Und indem wir in der Küche viele Griffe und Geräte anfassen, verteilen wir es.
  3. Geschirrtücher und Schwämme: Beides sollte aktuell nur kurz benutzt werden. Spätestens nach 1-2 Tagen im Einsatz sollten sowohl Schwämme als auch Handtücher bei 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden. Zudem sollten sie direkt nach der Benutzung gut zum Trocknen gelegt werden und nicht an feuchten Stellen liegenbleiben.
  4. Spüle und Arbeitsfläche: Auch diese Oberflächen sind häufig feucht. Zudem kommen sie in Kontakt mit Lebensmitteln. Besondere Vorsicht ist bei rohem Fleisch und allen Utensilien, die damit in Verbindung kommen, geboten.

Was man beachten sollte, damit auch die Wäsche in Corona-Zeiten hygienisch sauber und keimfrei wird, erklären wir hier. 

Spülmittel eignet sich gut gegen das Coronavirus

Neben den herkömmlichen Putzmitteln hat sich vor allem Spülmittel als sehr effektiv erwiesen. Die enthaltenen Fettlöser greifen die Hülle des Coronavirus an und zerstören es damit. Ansonsten gilt: Häufiger als sonst wischen, regelmäßig und gründlich Händewaschen und auch bei Tüchern und Putzlappen Hygienemaßnahmen walten lassen. Dann hat das Coronavirus im Haushalt kaum eine Chance. Sie brauchen also nicht besonders teures oder spezielles Putzmittel kaufen, um gegen das Virus anzukommen.

Auch auf Lebensmitteln kann das Coronavirus durchaus haften. Wie Sie gerade frische Produkte am besten reinigen, erklären wir Ihnen hier.