24. Juni 2019 - 10:52 Uhr

Was passiert mit WhatsApp auf Huawei-Geräten?

Es war ein ziemlicher Schock für alle Huawei-Besitzer: Im Zuge des Handelsstreits zwischen den USA und China wurde bekannt, dass das Google-Betriebssystem Android künftig nicht mehr auf den Smartphones und Tablets des Herstellers verfügbar sein wird. Auch Apps wie Facebook und WhatsApp sollen auf Huawei-Geräten nicht mehr vorinstalliert werden. Mit einer Webseite zu den größten Gerüchten rund um die US-Sanktionen reagiert der chinesische Handyanbieter nun auf die Sorgen der Nutzer.

Gerücht #1: Müssen Huawei-Nutzer auf WhatsApp, Facebook oder Instagram verzichten?

Eine der größten Sorgen, die Besitzer von Huawei-Geräten* derzeit haben dürften, ist, was mit Lieblingsapps wie WhatsApp, Facebook oder Instagram passiert. Auf diese sozialen Netzwerke und Messenger dürfte kaum ein Handynutzer gerne verzichten. Huawei schreibt auf der Webseite www.huaweiantwortet.de dazu: "Bei allen Huawei Smartphones und Tablets, die bereits verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, können Apps wie Facebook, WhatsApp oder Instagram ganz normal verwendet oder heruntergeladen werden."

Gerücht #2: Wer sein Gerät zurücksetzt, verliert den Zugang zu Android Services und Google Apps

Einmal drauf, scheint Android also auf vorhandenen Geräten und solchen, die aktuell noch verkauft werden, weiterhin zu funktionieren. Aber was ist, wenn man sein Handy oder Tablet aus irgendeinem Grund auf die Werkseinstellungen zurücksetzen muss? Dazu sagt Huawei: "Wir versichern, dass [...] auch nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen wie gewohnt Android Services und Google Apps heruntergeladen und genutzt werden können."

Gerücht #3: Gibt's bald keine Updates mehr?

Eine weitere große Sorge: Was ist mit Software-Updates? Immerhin bleibt das Smartphone damit auf dem neusten Stand. Aber auch hier gibt Huawei Entwarnung: "Smartphones und Tablets, die verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, werden weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates erhalten."

Huawei wird weiterhin Smartphones herstellen

Auch auf die Sorge, dass die Garantie bereits gekaufter Huawei-Smartphones erlischt, das Betriebssystem automatisch deinstalliert wird oder die Geräte nur noch zum Telefonieren genutzt werden können, verspricht Huawei, dass dies bei aktuell bereits verkauften oder gerade gelagerten Handys nicht der Fall sei.

In Zukunft wolle Huawei, nach Samsung der größte Smartphone-Hersteller weltweit, auch weiterhin Handys herstellen. Allerdings erwarte man in den nächsten Jahren ein kräftiges Umsatzminus. Außerdem arbeitet das chinesische Unternehmen mit Hochdruck an einem eigenen Betriebssystem.

Was steckt hinter den Sanktionen?

Das Drama um Huawei liegt am nationalen Notstand in der Telekommunikation, den die US-Regierung ausgerufen hat. US-Präsident Donald Trump hat das chinesische Unternehmen Huawei auf die schwarze Liste gesetzt – wegen angeblicher Spionage. Durch diese Maßnahme ist US-Unternehmen die Zusammenarbeit mit Huawei untersagt. Die Vorwürfe konnten jedoch bislang nicht belegt werden.

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