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Heeres-Inspekteur: "Bundeswehr steht mehr oder weniger blank da"

Dramatische Worte von Heeres-Inspekteur zu Ukraine-Krieg

"Bundeswehr steht mehr oder weniger blank da"

Der Heeres-Inspekteur der Bundeswehr, Alfons Mais im Gespräch mit Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht.
Der Heeres-Inspekteur der Bundeswehr, Alfons Mais im Gespräch mit Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht.
www.imago-images.de, imago images/Björn Trotzki, Björn Trotzki via www.imago-images.de

Der Heeres-Inspekteur der Bundeswehr, Alfons Mais, hat vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr infrage gestellt. Er habe nach 41 Dienstjahren in der Armee nicht geglaubt, noch einen Krieg erleben zu müssen, erklärte der Generalleutnant auf der Internetplattform "LinkedIn". "Und die Bundeswehr, das Heer, das ich führen darf, steht mehr oder weniger blank da."

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"Wir haben es alle kommen sehen"

Die Optionen, die man der Politik zur Unterstützung des Bündnisses anbieten könne, seien extrem limitiert. Man habe es versäumt, sich auf einen solchen Konflikt vorzubereiten und nicht auf die Armee gehört: "Wir haben es alle kommen sehen und waren nicht in der Lage mit unseren Argumenten durchzudringen, die Folgerungen aus der Krim-Annexion zu ziehen und umzusetzen", beklagte er. "Das fühlt sich nicht gut an! Ich bin angefressen!"

Bundeswehr muss sich neu aufstellen

Noch sei das Nato-Territorium nicht direkt bedroht. "Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt, den Afghanistaneinsatz strukturell und materiell hinter uns zulassen und uns neu aufzustellen, sonst werden wir unseren verfassungsmäßigen Auftrag und unsere Bündnisverpflichtungen nicht mit Aussicht auf Erfolg umsetzen können", schreibt Mais.

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