Gutes Zeichen für die Gesundheit des Flusses

Großbritannien: Forscher freuen sich über die Robben in der Themse

06. September 2021 - 17:50 Uhr

Hohe Robbenpopulation in England ist ein gutes Zeichen

So goldig: In der Themsemündung entlang der Küste von Ramsgate und Sandwich im Südosten Englands beobachtet ein Forschungsteam zahlreiche Robben. Seit der Pandemie haben Wissenschaftler zum ersten Mal wieder die Kegelrobben und Seehunde gezählt und eine positive Entwicklung festgestellt. Die Robben fühlen sich in der Themsemündung sichtlich wohl und genau das ist ein guter Beweis dafür, dass es im Fluss nur so von Leben wimmelt und es der Themse gut geht.

Eine Erfolgsgeschichte trotz leichtem Rückgang der Robbenpopulation

Ein Team der "Zoological Society of London" (ZSL) zählt seit 2013 aus Flugzeugen und Booten den Bestand der Robben am Ufer der Themsemündung. Jetzt haben sie erneut gezählt und insgesamt 2.866 Kegelrobben und 797 Seehunde entdeckt. Im Vergleich zur letzten Auswertung im Jahr 2019 sind es rund 377 Kegelrobben und 135 Seehunde weniger. Trotzdem sind die Tierschützer mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffen langfristig auf eine weitere positive Entwicklung der Population.

Thea Cox von der ZSL sagt: "Wenn wir etwas zurückschauen, war das die Arbeit einer Verbesserung der Wasserqualität in der Themse, so dass sich die Fischpopulationen verbessert haben und die Lebensräume der Robben, wie die Sandbänke und Küsten. Das alles spiegelt die gute Arbeit hier in der Themsemündung wider."

Viele wissen gar nicht, wie viele Tiere in der Themse leben

Die Themse fließt mitten durch London. Cox sieht gerade darin eine Gefährdung für Wildtiere und hat eine Begründung: "Ich glaube, Menschen, sehen braunes, trübes Wasser und gehen davon aus, dass es dort kein Leben gibt, aber das ist tatsächlich nicht der Fall. Flussmündungen sind unglaublich wichtig und die Themse genauso. Sie bieten wirklich wertvolle Aufwuchs- und Wandergebiete Routen für alle Arten von Tieren", erklärt die Forscherin. (ljo)