Flecken auf der Babyhaut

Das Geburtsmal beim Baby – gefährlich oder nicht?

Engelsküsse zählen zu den meist harmlosen Geburtsmalen bei Babys: Die rötlichen, marmorierten Flecken im Gesicht verblassen in der Regel nach einiger Zeit.
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26. Oktober 2020 - 10:37 Uhr

Geburtsmale: Flecken auf der Babyhaut

Nach der Geburt können viele Arten von Geburtsmalen beim Baby auftauchen. Diese Flecken auf der Haut des Babys können nach einer gewissen Zeit verschwinden oder auch für immer bleiben. Abhängig von der Art der Geburts- oder Muttermale ist es eventuell sinnvoll, diese beim Arzt entfernen zu lassen.

Muttermal, Feuermal und Co.: Typische Geburtsmale

Viele Geburtsmale tragen charakterisierende Namen. So wird vom Storchenbiss beim Baby gesprochen, wenn sich die Flecken im Nacken oder vorne an der Stirn befinden. Auf der Nase und den Augenlidern kann ein solcher Storchenbiss ebenfalls vorhanden sein. Bei Flecken im Gesicht ist oft von Engelsküssen beim Baby die Rede. Im Allgemeinen verblassen diese rötlichen, oft marmorierten Flecken nach einigen Monaten. Manchmal dauert es auch Jahre oder die Male bleiben ein Leben lang erhalten.

Die folgenden Geburtsmale gelten üblicherweise als harmlos:

Geburtsmale: Ist ein Arztbesuch nötig?

Im Rahmen der U-Untersuchung kontrolliert der Kinderarzt die Muttermale bei Ihrem Baby. Wenn eine Stelle juckt, blutet oder schnell wächst, sollten Sie sofort einen Arzttermin vereinbaren. Viele Blutstellen, wie die kapillären und kavernösen Hämangiome, sind ungefährlich. Sie wachsen anfangs und verschwinden später wieder.

So finden Sie einen guten Kinderarzt: Hier gibt's die Checkliste für Eltern

Die erhabenen, kapillären Hämangiome sind meistens in einem Alter von fünf Jahren wieder weg. Die kavernösen, oft bläulichen Flecken wachsen in den ersten 18 Monaten und schrumpfen danach langsam, bis sie sich im Teenageralter meistens komplett entfernt haben.

Harmlose und problematische Muttermale beim Baby

Ein Geburtsmal beim Baby ist meistens harmlos, allerdings sollten Sie den Arzt bitten, sich die Flecken genau anzusehen. Manche Male können über die Zeit zu einem problematischen Geschwulst anwachsen. Als gefährlich gelten Feuermale, die sich nah an den Augen, den Lippen, der Nase und dem Genitalbereich befinden.

Größere Flecken auf den Armen und Beinen sowie Ansammlungen von mehreren braunen Flecken müssen ebenfalls überwacht werden. Geburtsmale, die sich im Bereich der Lendenwirbelsäule befinden, benötigen auch eine kontinuierliche Kontrolle, es sein denn, es handelt sich um Mongolenflecken.

Darf das Geburtsmal bleiben oder nicht?

Ein Geburtsmal beim Baby kann ein einzigartiges Charaktermerkmal sein. Einige Eltern erkennen darin die Besonderheit ihres Babys. Andere wünschen sich ein Kind ohne körperliche Zeichnung und wollen das Muttermal entfernen lassen. Handelt es sich um einen unbedenklichen Storchenbiss beim Baby, der ohnehin bald verschwindet, ist das nicht von Nöten. Auch ein ungefährlicher Leberfleck darf bleiben.

Beim Entfernen eines Geburtsmals kann später eine Narbe zu sehen sein, das sollten sich die Eltern bewusst machen. Bei Blutschwämmchen dicht am Auge oder an anderen empfindlichen Stellen ist eine Behandlung empfehlenswert.

Muttermale: Möglichkeiten der Behandlung

Ein Muttermal kann vereist (Kryotherapie) oder durch eine Operation entfernt werden. Auch eine Therapie mit Strahlen- oder Farbstofflaser ist möglich. Andere Flecken verschwinden durch die Einnahme von Medikamenten oder Steroiden. Falls durch die Behandlung Narben entstehen, lassen sich diese gegebenenfalls bei einer kosmetischen OP beseitigen. Schwierig sind Feuermale: Hierfür bietet sich eine Lasertherapie an. Bei einem unerwünschten Leberfleck schlägt der Arzt meistens eine Operation vor, nach der jedoch mit einer Narbe zu rechnen ist. Häufig tendieren die Eltern dazu, mit einer solchen Behandlung zu warten, bis das Kind älter ist.

Die richtige Vorgehensweise beim Geburtsmal

Wenn es sich um bleibende Male handelt, fühlen sich schon kleine Kinder unwohl damit. Gerade bei etwas größeren Feuermalen sollten Sie frühzeitig mit dem Arzt sprechen. Wenn diese wachsen, bedrohen sie womöglich die Gesundheit. Die Behandlung erfolgt hier mithilfe eines Betablockers.

Wenn medizinisch gesehen kein Grund besteht, das Mal zu entfernen, sollten Sie nicht zu früh eine Entscheidung treffen. Sobald Ihr Kind älter ist, weiß es selbst, ob es mit dem kleinen Makel zurechtkommt oder sich daran stört. Cindy Crawford hat sich beispielsweise durchgesetzt und trägt ihr Muttermal als unverwechselbares Markenzeichen.