Vorboten der Geburt

Geburtsanzeichen: Wann kommt endlich das Baby?

Wann kommt endlich das Baby? Wie Sie die Anzeichen erkennen, die darauf hindeuten, dass das Baby langsam auf dem Weg ist.
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26. Juni 2020 - 11:55 Uhr

Auf diese Anzeichen sollten Sie achten

Der Blasensprung ist ein unmissverständliches Geburtsanzeichen, doch auch dieser läuft selten wie im Film ab und Sie verstehen sofort, was gerade mit Ihnen passiert. Und auch die weniger offensichtlichen Hinweise auf die baldige Geburt sollten Sie kennen, um nicht überrascht zu werden. Bei vielen handelt es sich um Kleinigkeiten, die Ihrer Aufmerksamkeit ganz leicht entgehen können. Doch wenn Sie diese an sich bemerken, wissen Sie, dass eine fertig gepackte Kliniktasche im Flur eine gute Vorbereitung darstellt.

Nestbau: Geburtsanzeichen mit Sinn

Haben Sie plötzlich das Gefühl, die Wohnung von Grund auf putzen zu müssen? Ertappen Sie sich dabei, wie Sie im Kinderzimmer stehen und kontrollieren, ob die Windeln wirklich für die ersten Tage mit Ihrem neuen Baby ausreichen werden? Dabei handelt es sich um das Nestbau-Phänomen. Ihr Körper signalisiert Ihnen, dass Sie jetzt gerade noch genug Zeit haben, das Zuhause herzurichten, bevor das Baby kommt. Dieser Vorbote ist sinnvoll, denn was Sie bis jetzt nicht geschafft haben, geht Ihnen dadurch ganz locker von der Hand. Geben Sie sich dem Gefühl hin und genießen Sie es, noch alles erledigen zu können.

Vorwehen, Übungswehen – was bedeuten sie?

Eine Mischung aus Vorfreude und Angst sind für eine werdende Mutter völlig normal. Diese können sich durch ein kleines Ziehen im Unterleib verstärken, die Sie auch nachts wecken können, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht. Wehen, eindeutig! Allerdings müssen diese lange noch nichts heißen. Es kann sich um Vor- und Übungswehen handeln, wenige Tage bis Wochen vor der Geburt auch um Senkwehen. Der Körper richtet sich auf die Geburt ein und macht schon einmal eine Generalprobe. Ob es sich um echte Wehen handelt, kann durch ein warmes Bad getestet werden: Sind es wirklich muttermundwirksame Wehen, werden sie durch die Wärme intensiviert.

Der Abgang des Schleimpfropfes

Auch wenn es sich nicht um das schönste Anzeichen handelt, ist der Abgang des Schleimpfropfes nicht zu übersehen. Nun dauert es nur noch wenige Tage bis zur Geburt. Vielleicht spüren Sie einen schleimigen bis blutigen Ausfluss aus der Scheide. Keine Angst – wenn Sie nicht wirklich bluten, ist alles in bester Ordnung! Der Schleimpfropf hat bis jetzt die Gebärmutter von der Außenwelt abgeschirmt, doch bei der Geburt würde er stören. Das Baby sollte nun nicht mehr lange in der Gebärmutter bleiben, daher wird die Geburt bald in Gang gesetzt.

Woran Sie den Blasensprung erkennen

Der Abgang des Fruchtwassers ist nicht immer eine dramatische Angelegenheit. Dass Sie kurz vor der Geburt stehen, kann Ihnen sogar völlig entgehen. Manche Frauen spüren ein leichtes "Plopp!", woraufhin es Ihnen warm die Beine herunterläuft. Andere Frauen haben das Gefühl, sehr dringend zur Toilette zu müssen, doch sie schaffen es nicht rechtzeitig – und merken, dass es sich dabei um Fruchtwasser handeln muss. Auch ein tröpfchenweises, aber kontinuierliches Verlieren einer klaren Flüssigkeit aus der Scheide kann darauf hindeuten.

Wann müssen Sie ins Krankenhaus?

Es ist nicht immer ganz leicht zu erkennen, wann die Fahrt ins Krankenhaus ansteht. Fahren Sie im Zweifelsfall lieber einmal zu oft als zu wenig, niemand dort wird Ihnen das übel nehmen. Wenn Sie spürbare, starke Wehen haben, sind Sie dort genau richtig. Haben Sie warm geduscht oder gebadet und haben jetzt stärkere Schmerzen als vorher, geht die Geburt eindeutig los. Auch nach einem (vermuteten) Blasensprung sollten Sie ins Krankenhaus, um mögliche Infektionen zu verhindern, wo Sie zumindest untersucht werden.