Zum Ende der Schwangerschaft

Schleimpfropf geht ab: Eindeutiges Anzeichen für die Geburt

27. Februar 2019 - 10:16 Uhr

Wenn der Schleimpropf abgeht, ist es langsam soweit

Gegen Ende der Schwangerschaft achten wir besonders sensibel auf jedes Zeichen unseres Körpers, das uns sagt, dass die Geburt nun bevorsteht. Und da passiert es auch schon: Der Schleimpfropf geht ab! Hier erfahren Sie, was genau der Schleimpfropf ist und wie Sie sich nach dessen Abgang verhalten sollten.

Wozu dient der Schleimpfropf?

Der Schleimpfropf wirkt außerhalb einer Schwangerschaft wie ein natürlicher Schutzschild für die Gebärmutter: Indem er den Muttermund – genauer gesagt den Zervixkanal – verschließt, schirmt er so die Gebärmutter vor gefährlichen Eindringlingen wie Keimen und Krankheitserregern ab.

Schleimpfropf außerhalb der Schwangerschaft

Seine Konsistenz ändert sich rund um den Zeitpunkt des Eisprungs. Jetzt wird der Schleim dünnflüssiger, um es Spermien einfacher zu machen, durch den Gebärmutterhals zur Eizelle vorzudringen. Verantwortlich für die Veränderung des Schleimpfropfens sind in erster Linie Östrogene, die in dieser Zeit vermehrt ausgeschüttet werden.

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Schleimpfropf während der Schwangerschaft

Schwangere Frau hält sich den Bauch,
Bei schwangeren Frauen schützt der Schleimpfropf vor Keimen.

Den schützenden Effekt hat der Schleimpfropf auch bei schwangeren Frauen. Hier nimmt er eine besonders zähe Form an, um den Schutz vor Keimen zu erhöhen. Zudem stabilisiert er jetzt die Gebärmutter und schützt die werdende Mutter so vor einer Frühgeburt.

Wie erkenne ich das Abgehen des Schleimpfropfens?

Der Schleimpfropf geht dann ab, wenn sich der Muttermund kurz vor der Geburt langsam zu öffnen beginnt. Zudem produziert Ihr Körper gegen Ende der Schwangerschaft sogenannte Prostaglandine – Hormone, die das Zervixgewebe verändern, was ebenfalls dazu führen kann, dass sich der Schleimpfropf löst.

Sie erkennen ihn an einer schleimigen Konsistenz, oft vermischt mit ein wenig Blut, auch Zeichnung oder Zeichnungsblutung genannt. Die Blutung entsteht, weil kleine Blutgefäße beim Öffnen des Muttermundes verletzt werden und somit ein wenig bluten.

Allerdings bemerkt nicht jede Frau, dass ihr Schleimpfropf abgegangen ist, da er auch ohne Blut abgehen kann und dann als weißlicher Ausfluss oft unbemerkt bleibt.

Der Abgang des Schleimpfropfens kann eines der ersten Anzeichen sein, dass es bis zur Geburt nicht mehr allzu lang dauern wird.

Schleimpfropf geht ab: Muss ich jetzt direkt ins Krankenhaus?

Haben Sie bemerkt, der Schleimpfropf ist abgegangen, dann verfallen Sie nicht in Hektik! Ja, es ist ein Anzeichen der Geburt – aber Ihre gepackte Krankenhaustasche können Sie noch entspannt in der Ecke stehen lassen. Denn dieses Anzeichen deutet zwar auf das Ende der Schwangerschaft hin, doch geht der Schleimpfropf in der Regel ein bis zwei Tage vor Einsetzen der Geburtswehen ab. Es ist jedoch möglich, dass Sie, nachdem sich der Pfropf gelöst hat, bereits leichte Wehen verspüren.

Hebamme hilft bei Unsicherheiten

Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab
Eine Hebamme überprüft den Bauch der werdenden Mutter.
© deutsche presse agentur

In seltenen Fällen geht der Schleimpfropf sogar bis zu zwei Wochen vor der Geburt ab. Hier sollten Sie, falls Sie unsicher sind, weshalb die Geburt trotz Abgang nicht beginnt, mit Ihrer Hebamme sprechen. Sie kann kontrollieren, ob soweit alles normal verläuft. Sprechen Sie ebenfalls mit Ihrer Hebamme, falls Sie nach dem Lösen des Pfropfens ungewöhnlich viel Blut verlieren.