Geburtsschmerzen erkennen

Wehen: So fühlen sich Geburtswehen an

05. Mai 2020 - 13:08 Uhr

Geburt: Wie fühlen sich Wehen an?

Wie fühlen sich Wehen an? Ist es ein Drücken, ist es ein Ziepen, fühlen sie sich wie Menstruationsschmerzen an? Da diese Frage schwer zu beantworten ist, haben wir uns dem Thema von zwei Seiten genähert.

Wie stark schmerzen Geburtswehen?

Die Schwangerschaft wirft viele Fragen auf, doch spätestens nach der ersten Übungswehe  fragt man sich "Wie fühlen sich Geburtswehen an?". Wir versuchen Ihnen hier eine Antwort zu geben, indem wir Ihnen erst einmal erklären, was überhaupt die Ursache für die Geburtsschmerzen ist. Im Video berichten wir außerdem davon, wie Frauen, die bereits Mütter sind, die Wehen empfunden haben.

Geburtswehen: Was passiert mit dem Körper?

A woman in travail
Schmerzhaft, aber wichtig: Die Geburtswehen helfen dem Kind, auf die Welt zu kommen.
© © Leah-Anne Thompson

Die meisten Geburten werden mit den Geburtswehen eingeleitet. Doch wie fühlen sich Wehen an? Im Grunde kann man den Beginn der Geburtswehen mit Übungswehen vergleichen: Der Bauch wird hart und die Gebärmutter zieht sich für etwa 30 bis 45 Sekunden zusammen. Unterschiede sind, dass Geburtswehen regelmäßiger und schmerzhaft sind.

Bei den Geburtswehen drückt Ihr Kind mit seinem Kopf auf den Muttermund. Dadurch öffnet er sich. Zehn Zentimeter muss sich der Muttermund weiten, bis der Kopf des Kindes hindurchpasst - dann kommen die Wehen in der Regel alle zwei Minuten. Um dem Baby bei der Geburt zu helfen, zieht sich die Gebärmutter in regelmäßigen Abständen zusammen: Das bezeichnet man dann als Wehen.

Wo können Schmerzen auftreten und warum?

Unterbauch und Rücken sind am häufigsten von Wehenschmerzen betroffen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Gebärmutter sich immer wieder unkontrollierbar zusammenzieht.

Aber der Schmerz kann auch in Oberbauch, Lendenbereich und Beine ziehen. Nachdem die Gebärmutter nicht frei im Bauch der Frau liegt, sondern von Mutterbändern und Sehnen an Ort und Stelle gehalten wird, können die Kontraktionen auch auf umliegende Körperteile ausstrahlen.

Geburtsschmerz: Die Stimmen von Müttern

Nun wissen wir, was passiert, wenn die Wehen einsetzen und warum dadurch Schmerzen entstehen, doch was sind das für Schmerzen? Kann man sie mit irgendetwas vergleichen? Wie fühlen sich Wehen an? Wir haben für Sie Internet-Foren durchkämmt und verschiedene Beschreibungen von jungen Mütern im Video oben für Sie zusammengetragen.

Wie verhalte ich mich, wenn die Wehen einsetzen?

Die Frage "Wie fühlen sich Wehen an?" haben wir nun geklärt, doch wie sollten Sie handeln, wenn die Wehen einsetzen?

Wenn die Geburtswehen alle zehn Minuten kommen, sollten Sie sich langsam auf den Weg ins Krankenhaus machen. Wenn Sie jedoch nur wenig oder sehr starke Schmerzen haben, sollten Sie im Zweifelsfall in der Klinik anrufen oder Ihre Hebamme um Rat bitten.

Was, wenn die Geburtswehen nicht einsetzen oder aufhören?

Während der Geburt kann es in manchen Fällen zu einer sogenannten Wehenschwäche kommen, sprich: Die Geburtswehen lassen in Ihrer Stärke nach und es kommt zu größeren Pausen zwischen den einzelnen Wehenschüben. Hier wird vom sogenannten Geburtsstillstand oder von der Geburtspause gesprochen.

Warum dies geschieht? Das kann sowohl physische als auch psychische Gründe haben. So ist die Frau möglicherweise körperlich so erschöpft oder leidet an Ängsten, dass die Wehentätigkeit in der entscheidenden Phase nachlässt. Eine solche Pause muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein. Möglich ist auch, dass der Körper eine kurze Erholung braucht, um nochmal alle Kräfte zu mobilisieren.

In der Regel werden die Wehen bei einer Geburtspause jedoch künstlich durch die Gabe des Hormons Oxytocin angeregt. Denn wartet man bei einer Wehenschwäche zu lang, kann das für das Kind lebensbedrohlich werden. In manchen Fällen nehmen die Ärzte eine Saugglocke oder Geburtszange her, sollten das Oxytocin die Wehen nicht wieder in Gang bringen können.