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Übungswehen: So fühlen sie sich an

5 Anzeichen, an denen du Übungswehen erkennst
5 Anzeichen, an denen du Übungswehen erkennst Wie fühlen sich Übungswehen an? 01:01

Übungswehen als erste Vorbereitung für die Geburt

Wer schwanger oder bereits Mutter ist, wird es bestätigen: Während der Schwangerschaft wird der Bauch hin und wieder hart. Es besteht aber kein Grund zur Sorge, denn dabei handelt es sich um Übungswehen, die völlig normal sind. Wir erklären den Unterschied zu richtigen Wehen und wie sie sich anfühlen.

Übungswehen dienen der Vorbereitung der Gebärmutter auf die Geburt. Dabei zieht sich die glatte Muskulatur der Gebärmutter zusammen und sorgt damit für einen harten Bauch. Entspannen sich die Muskeln, wird auch der Bauch wieder weicher. So trainieren Übungswehen die für die Geburt wichtigen Muskeln und bewirken zudem, dass sowohl das Kind als auch die Plazenta besser durchblutet werden.

Übungswehen: Ab wann kann man mit ihnen rechnen?

In seinem Buch „On the contractions of the uterus throughout pregnancy. Their physiological effects and their value in the diagnosis of pregnancy” erklärt der britische Arzt John Braxton Hicks, dass Übungswehen ab etwa dem dritten Monat auftreten können, zu diesem Zeitpunkt jedoch in der Regel unbemerkt bleiben.

Ab der 20. bis 25. Schwangerschaftswoche kann die Schwangere die Gebärmutterkontraktionen dann spüren. Diese ersten merklichen Kontraktionen des Uterus werden auch als Alvarez-Wehen bezeichnet. Sie sind kurz, relativ schwach, unregelmäßig und betreffen zunächst nur kleinere Bereiche der Gebärmutter. Im Verlauf der Schwangerschaft werden die Übungswehen stärker. Diese Kontraktionen werden dann auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt.

Wie fühlen sich Übungswehen an?

Bei Übungswehen, auch Schwangerschaftswehen genannt, wird der Bauch für etwa eine Minute hart. Das kann mehrmals am Tag und auch mehrmals innerhalb einer Stunde passieren. Zehn Kontraktionen am Tag gelten als vollkommen normal. Sie bewirken allerdings nicht das Öffnen des Muttermundes, verkürzen nicht den Gebärmutterkanal und leiten auch nicht die Geburt ein. Charakteristisch ist, dass diese Wehen unregelmäßig sind. Sie bleiben den Rest der Schwangerschaft erhalten. Weitere Unterschiede von Übungswehen und Geburtswehen:

Übungswehen sind im Gegensatz zu Geburtswehen schmerzfrei. Druck oder Schmerzen im Unterbauch oder im Rücken sollten deshalb nicht auftreten.

Blutungen oder Ausfluss treten bei Übungswehen nicht auf, während bei Geburtswehen ein eventuell etwas blutiger Schleimpfropf abgeht.

Was ist der Unterschied von Übungswehen und Vorwehen?

Neben dem Training der Gebärmutter haben Übungswehen aber auch eine weitere wichtige Funktion: Ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche bringen sie das Kind in die richtige Gebärposition, sprich: Der Kopf des Babys rutscht leicht gedreht immer weiter in Richtung Geburtskanal. In diesem Fall sprechen Ärzte allerdings nicht mehr von Übungswehen, sondern von Vor- oder Senkwehen.

Auch sie öffnen den Muttermund noch nicht. Wann genau Schwangere Senkwehen zum ersten Mal spüren, hängt davon ab, ob es sich um eine Erstgeburt handelt oder nicht. Ist bereits das zweite oder dritte Kind auf dem Weg, treten die Vorwehen oft erst ein paar Tage vor der Entbindung auf.

Wann soll ich zum Arzt gehen?

Beobachten Sie Ihren Körper ganz genau: Wenn Sie drei bis vier Wehen in der Stunde oder mehr als zehn schmerzhafte Wehen am Tag spüren, könnte es sich nicht mehr um Übungswehen, sondern um echte Wehen handeln. Vor allem, wenn die Schwangerschaft schon recht weit fortgeschritten ist, kann dies der Fall sein. Sollten Sie also Schmerzen haben oder eine Regelmäßigkeit im Auftreten der Wehen feststellen, melden Sie sich bei Ihrem Arzt oder bei der Hebamme. Im schlimmsten Fall öffnet sich der Muttermund und eine verfrühte Geburt setzt ein.

Allgemein gilt: Stress und körperliche Anstrengung verstärken die Wehen. Nehmen Sie sich deshalb regelmäßig Auszeiten und entspannen Sie sich.

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