Der Kopf des Babys rutscht ins Becken

Wehen: So fühlen sich Senkwehen an

22. Februar 2019 - 15:20 Uhr

Senkwehen beginnen oft drei bis vier Wochen vor der Geburt

Drei bis vier Wochen vor der Geburt treten in der Regel die ersten Senkwehen, auch Vorwehen genannt, ein. Sie sorgen dafür, dass das Baby tiefer ins Becken rutscht und somit für die Geburt die optimale Startposition hat. Wie sich Senkwehen anfühlen, erfahren Sie hier.

So machen sich Senkwehen bemerkbar

Nicht jede Schwangere erlebt die Senkwehen gleich stark. Manche Frauen merken die Kontraktionen der Gebärmutter mehr, andere weniger. Manche spüren rein gar nichts. Senkwehen machen sich durch leichtes Ziehen im Rücken und in den Beinen bemerkbar. Auch allgemeines Unwohlsein kann auf die Wehen einige Wochen vor der Geburt hinweisen.

Dadurch, dass das Baby nun weiter ins Becken rutscht, drückt es weniger auf Lunge und Magen, was das Atmen und Essen wieder einfacher macht. Dafür kann es sein, dass Sie vermehrt die Toilette aufsuchen müssen, da das Baby nun auf die Blase drückt und so für einen vermehrten Harndrang sorgt.

Übungswehen, Senkwehen oder Geburtswehen?

Senkwehen sind manchmal nicht so leicht von anderen Wehen zu unterscheiden. So können Sie mit Übungswehen und in einigen Fällen auch mit Geburtswehen verwechselt werden.

Unterschied zu Übungswehen: Übungswehen können bereits ab der 25. SSW auftreten. Hier zieht sich die Gebärmutter meist mehrmals pro Tag für wenige Minuten zusammen und trainiert für die Geburt. Senkwehen treten hingegen, wie bereits erwähnt, erst gegen Ende der Schwangerschaft auf und sorgen dafür, dass sich der Bauch senkt. Auch treten Schmerzen in den Beinen meist erst bei den Senkwehen auf, die zudem recht unregelmäßig sind.

Unterschied zu Geburtswehen: Geburtswehen zeichnen sich vor allem durch ihre Regelmäßigkeit aus. Außerdem sind sie meist mit stärkeren Schmerzen verbunden und die Abstände werden bei diesen Wehen immer kürzer. Senkwehen kommen anders als Geburtswehen unregelmäßig. Oft lassen sie stunden- oder gar tagelang auf sich warten.

Was kann ich gegen Schmerzen bei Senkwehen tun?

Wenn Senkwehen wehtun sollten, lassen Sie sich am besten durch Entspannung und Wärme therapieren. Nehmen Sie hierzu zum Beispiel ein warmes Bad.

Achtung: Sollten die Wehen nach dem Baden stärker werden, können sich die Geburtswehen anschließen. Um auf Nummer sicher zu gehen, rufen Sie Ihre Hebamme an oder fahren Sie gleich in das Krankenhaus Ihrer Wahl. Denn nur so kann geklärt werden, ob es in der Tat Geburtswehen sind.

Yoga und Entspannung helfen Senkwehen auszuhalten

Auch Entspannung kann helfen, dass Senkwehen weniger unangenehm ausfallen. Meiden Sie daher Stress und Anstrengung. Meditation, Yoga und Atemübungen helfen zusätzlich die Symptome von Senkwehen zu lindern.

Weitere Erleichterung können Sie durch leichte Massagen erlangen. Massieren Sie hier die Körperregionen, die Ihnen während der Senkwehen Schmerzen bereiten oder noch besser: Lassen Sie sich von Ihrem Partner massieren.

Wann ist ein Gang zum Arzt ratsam?

Wenn Sie starke Schmerzen haben, sollten Sie auf jeden Fall den Rat einer Hebamme oder eines Arztes einholen. Auch wenn die Senkwehen sehr häufig und regelmäßig auftreten, sollten Sie besonders aufmerksam sein und im Zweifel ins Krankenhaus fahren.

Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto wahrscheinlicher wird es logischerweise auch, dass Geburtswehen einsetzen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, immer einen Arzt konsultieren.