„Ich wollte sie für immer bei mir haben“

Gabby Petitos Eltern lassen sich Trauer-Tattoos stechen

30. September 2021 - 10:43 Uhr

Eltern trauern bei Pressekonferenz um ihre Tochter Gabby Petito

Gabby Petitos Eltern haben in einer Pressekonferenz in Long Island ihrer toten Tochter gedacht. Die 22-Jährige war zusammen mit ihrem Verlobten Brian Laundrie zu einem Roadtrip durch die USA aufgebrochen. Von der Reise kehrte sie jedoch nicht lebend zurück. Gabbys Eltern sowie ihr Stiefvater und ihre Stiefmutter zeigten den anwesenden Journalisten, dass sie sich gemeinschaftlich ein Tattoo stechen ließen, um das Andenken an Gabby lebendig zu halten. Alle vier tragen den Schriftzug "Let it be" auf dem Unterarm, genau wie Gabby ihn trug. "Ich wollte sie für immer bei mir haben", sagte die Mutter Nicole Schmidt unter Tränen.

Brian Laundrie und Gabby Petito.
Brian Laundrie und Gabby Petito brachen zusammen zu einem Roadtrip durch die USA auf.
© www.imago-images.de

Familie konnte Gabby Petito noch nicht beerdigen

Sie hoffe, dass ihre Tochter weiterhin Menschen inspiriere, so Schmidt. Sie selbst halte nun immer nach Zeichen von Gabby Ausschau. "Sie ist immer bei uns", ist sich die trauernde Mutter sicher. Die Familie bedankte sich bei den Ermittlern und der Öffentlichkeit für die Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter. "Wir sind allen Menschen da draußen so dankbar", erklärte ihr Vater, Joseph Petito.

Besonders schwer für die Familie: Sie konnten die tote 22-Jährige noch immer nicht beerdigen. Am Wochenende gab es zwar eine große Trauerfeier für Gabby Petito. Doch ihre Leiche wurde von der Polizei noch nicht freigegeben. Die Angehörigen müssen also noch warten, bis sie sich endgültig verabschieden können. "Wir wollten sie so schnell wie möglich nach Hause holen", erklärte Gabbys Stiefvater bei der Pressekonferenz. Aber die Familie wüsste, dass sie in guten Händen sei. "Wir wissen, dass sie jetzt sicher ist", erklärte er. Wenn die Polizei bereit sei, Gabby freizugeben, werde die Familie sie zurückholen, um sie zu betrauern.

Anwalt der Familie ruft Brian Laundrie auf, sich zu stellen

"Wir hören nicht auf, uns an sie zu erinnern und wir versuchen, ihren Namen lebendig zu halten", versprach der Stiefvater. Die Eltern haben darum auch eine Stiftung gegründet: Die "Gabby Petito Foundation", mit der anderen Familien bei der Suche nach ihren vermissten Kindern geholfen werden soll.

Der Anwalt der Familie rief Gabbys Verlobten in der Pressekonferenz noch auf, sich endlich der Polizei zu stellen. Von dessen Familie erwarte er keine Hilfe. Die Laundries wären schon bei der Suche nach Gabby keine Hilfe gewesen, daher glaube er nicht, dass das bei der Suche nach ihrem Sohn anders werden würde.

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Nicole Schmidt, Jim Schmidt, Tara Petito und Joseph Petito
Nicole Schmidt, Jim Schmidt, Tara Petito und Joseph Petito haben eine Pressekonferenz gegeben, um an ihre tote Tochter zu erinnern.
© AP, John Minchillo, JM

Was ist auf dem Roadtrip mit Gabby Petito passiert?

Brian kehrte Anfang September allein von der Reise nach Hause zurück. Wo Gabby sein könnte, sagte er nicht. Wenig später verschwand er spurlos. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem jungen Mann, gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Gabbys Leiche wurde am 19. September gefunden. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. (jgr)