38 Anklagepunkte: Prozess gegen Sohn Marius - was wusste Mette-Marit?
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Wusste Mette-Marit von Norwegen viel mehr und viel früher von den Gewaltausbrüchen ihres Sohnes Marius Borg Høiby – und hat sie diese sogar gedeckt? In Oslo läuft der Missbrauchs- und Vergewaltigungsprozess gegen ihn. Und da macht seine Ex- Freundin Nora Haukland der Kronprinzessin jetzt schwere Vorwürfe.
Sicher, da ist dieses Gefühl, als Mutter alles zum Schutz des eigenen Kindes tun zu wollen - doch was ist, wenn der Sohn schlimmste Straftaten begangen haben soll? Kann und darf man dann wirklich wegschauen?
Das fragen sich wohl spätestens nach ihrer Aussage viele in Norwegen. Am 13. Prozesstag gegen Marius Borg Høiby wirft seine Ex Nora Haukland kein gutes Licht auf seine Mutter Mette-Marit.
Unsere Reporterin Anna Hohns verfolgt den Prozess von Tag 1 an und weiß:
Anna Hohns, RTL-Reporterin: „Nora hat ausgesagt, dass sie Haakon und Mette-Marit angeblich regelrecht angefleht hätte, Marius doch zu helfen, dass er einen Entzug bräuchte. Und laut ihrer Schilderung zumindest hätte man dann auch eine Klinik für ihn gefunden, aber ihn nicht hingeschickt mit der etwas absurd scheinenden Begründung, dass dort nur ältere Leute seien und er dort keinen Spaß hätte."
Es sei nicht Noras Verantwortung, habe das Kronprinzenpaar ihr gesagt. Dabei erhebt allein Haukland insgesamt 15 Gewaltvorwürfe gegen ihren Ex! Von 2022 bis 2023 war sie Marius' Freundin.
Vorm Osloer Gericht spricht sie nun von Schlägen und Beleidigungen in dieser Zeit. Mehrfach habe er sie gewürgt. Nur was wusste seine Mutter davon?
Anna Hohns, RTL-Reporterin: „Laut Noras Aussage soll die Kronprinzessin dafür gesorgt haben, dass die Schranktür wieder repariert wird. Die Marius im Streit demoliert hat. Und das wirft natürlich die Frage wieder auf, warum sie denn als Zeugin nicht im Prozess aussagt. Denn es ist ja nicht unwahrscheinlich, dass sie ihren Sohn gefragt haben wird, wie das Ganze passiert ist."
Anders als seine Mutter erscheint gestern erstmals Marius' Vater Morten Borg vor Gericht, um seinen Sohn zu unterstützen. Er selbst saß früher auch wegen drogenbezogener Gewalttaten im Knast.
In Untersuchungshaft sitzt für die Dauer des Prozesses auch Marius Borg Høiby. Dort haben ihn auch seine Mutter und Stiefvater Haakon schon mehrfach besucht.
Auf Nora Hauklands Vorwürfe gegen die beiden reagiert Marius heute Vormittag ungewohnt emotional vor Gericht.
Anna Hohns, RTL-Reporterin: „Marius hat wohl heute im Gerichtssaal geweint, schreiben norwegische Medien, als er darauf eingegangen ist, dass Nora angeblich vom Kronprinzenpaar keine Hilfe für ihn bekommen habe. Er sagte wohl wortwörtlich Mama und Hakon sind die liebsten Menschen der Welt. Und er kenne keinen, der sich so ins Zeug gelegt habe für ihn, damit es ihm gut gehe."
Im Dezember hatte Mette-Marit schon davon gesprochen, dass sie sich - Zitat! - „unglaublich viele Vorwürfe" mache. Der Druck von außen ist immens. Und DAS belastet auch ihre Ehe mit Haakon immer mehr: Die norwegische Zeitung Se og Hor schreibt aktuell, das Verhältnis zwischen den Beiden sei extrem angespannt. Von Eiszeit im Palast und Ehekrise ist die Rede. Damit könnte auch Mettes bis hierhin größte Stütze wegbrechen.
