Zeichnungen, Fotos und etliche Pokale. Die Wohnung von Maria Weller ist voller Erinnerungen an ihren geliebten René. An eine bessere Zeit.
„Wenn ich das höre, dann geht es in mein Knochenmark. Er hat immer hier und hat gespielt.
Im August ist Maria bereits seit drei Jahren ohne ihren René. Doch den Verlust spürt sie immer noch. Jeden einzelnen Tag.
„Ich habe ihn geschüttelt im Bett. Ich habe geschrien: Komm zurück! Und? Er war nicht mehr da. Das muss man erst mal kapieren.“
Die Liebesgeschichte von Maria und Rene beginnt schon 1978. Anfang der 80er wird der schöne Rene, wie er immer genannt wurde, dann zum deutschen Box-Superstar. Außerhalb des Rings inszeniert er sich bewusst extrovertiert als Macho. Die vielen Frauen und die permanente Öffentlichkeit sind damals auch der Grund, weswegen Maria Rene verlässt.
„Und immer wieder habe ich gesagt: Was willst du? Oder hab aufgelegt. Und dann, eines Tages, klingelt es an der Tür.“ Das war der 26. November 2003. Steht der René vor der Tür und sagt: Oh, sie ist ja gar nicht verändert. Jetzt kommst du mit. Jetzt heiraten?
Das machen sie dann aber erst zehn Jahre später. 2013, heiratet das Paar. 2016 sind Maria und Rene beim Sommerhaus der Stars zu sehen. Was da noch niemand ahnt: René ist krank. 2014 bekommt er die Diagnose Demenz. Doch er ist. 2021 wird seine Erkrankung öffentlich. In dieser Zeit treffen wir Rene. Es soll sein letztes Interview sein.
Am 22. August 2023 stirbt Rene im Alter von 69 Jahren. Maria hat ihn bis zuletzt in der gemeinsamen Wohnung gepflegt.
„Rene ist gestorben. Genau hier. Und ich habe unter Schock gestanden. Ich saß neben ihnen. Auf einmal war der Mensch nicht mehr da.“
Maria stürzt in eine tiefe Depression. 2024 erhält sie dann noch die Diagnose weißer Hautkrebs. Es ist eine extrem belastende Zeit, in der sie sogar Suizidgedanken hat. Wie sie jetzt zugibt.
„Komm, reiß das Lenkrad rum, reiß es rum, komm!“ Und da war 50 erlaubt. Ich war schon auf 120. Aber irgendwie. Als wenn er da oben wäre, das Lenkrad festgehalten hat. Es ging nicht. Das war die Situation, wo ich gemerkt habe Hey, ich will doch leben.“
Maria beginnt, den Tod zu verarbeiten. Sie interessiert sich wieder mehr für sich selbst und merkt, sie ist unzufrieden mit ihrem Aussehen, bereut es vor allem, dass sie sich das Gesicht mit Hyaluron unterspritzen lassen hat.
„Die 20 Jahre habe ich irgendwie so eine Maske getragen, sonst hätte ich ja den Wahnsinn gar nicht gemacht. Und die lege ich jetzt ab. Und ich habe das Gefühl, dann bin ich wieder ich.“
Beim Rückschritt zur Natürlichkeit soll Dr. Jürgen Reuss helfen. Der Beautydoc und Maria sind schon lange befreundet. Sie vertraut ihm. Absolut.
Zunächst löst Dr. Reuss die Hyaluronfiller mit einem Enzym auf.
„Man spürt so kleine Bläschen, die platzen wie Kaviar.“
Anschließend wird körpereigenes Fett entnommen und in verschiedene Gesichtsbereiche injiziert. Der Eingriff dauert rund drei Stunden. Direkt nach der OP ist Maria noch nicht ansprechbar. Eine Woche später schickt sie uns diese Botschaft.
„Die jungen Frauen, macht eure natürliche Schönheit nicht kaputt. Ich bin jetzt zurückgegangen zur natürlichen Schönheit.“
Die vollständige Heilung kann bis zu 18 Monate dauern. Maria ist aber auch jetzt schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nach den vielen Jahren, in denen sie René gepflegt hat, darf sie nun wieder mehr an sich denken. Rene trägt sie dabei weiterhin immer in ihrem Herzen.