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Frust bei Wählern über Joe Biden: "Ich bin enttäuscht!"

Viel versprochen und nicht gehalten?

Holpriges erstes Präsidentenjahr von Joe Biden - "Ich bin enttäuscht!"

Ernüchterung, vor allem bei Schwarzen und Latinos Umfragetief für Joe Biden

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Viel Frust bei Unterstützern

Viel versprochen und doch nicht gehalten? Der in diesem Jahr gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich für seine Präsidentschaft viel vorgenommen. Mehr Einsatz fürs Klima, eine neue Polizeireform und mehr Geld für Familien und Bildung. Nach einem Jahr Präsidentschaft ist von Bidens Versprechen an die Wähler noch nicht viel zu sehen. Wählerinnen und Wähler sind enttäuscht. Dabei sollte es mit Biden doch ganz anders werden als mit seinem Vorgänger Donald Trump.

RTL-Reporter Oliver Beckmeier hat sich ein Bild von der Stimmungslage bei Bidens Unterstützern vor Ort gemacht. Kann der Demokrat das Ruder in den nächsten drei Jahren noch einmal rumreißen?

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"Ich bin enttäuscht!"

Sie hatten ihm maßgeblich zum knappen Wahlsieg über Konkurrent Ex-Präsident Donald Trump verholfen. Die extrem wichtigen demokratischen Wählergruppen: Latinos und Schwarze. Jetzt sagen genau diese nach knapp einem Jahr Biden-Präsidentschaft: „Ich bin enttäuscht!“ oder „Du versprichst etwas und hältst es dann nicht!“

Versprochen hatte Joe Biden beispielsweise eine neue Polizeireform oder mehr Hilfen für Familien. Projekte, die mittlerweile wieder gestrichen sind. Was dazu führt, dass der Demokrat in einem deutlichen Umfragetief steckt: „Fast 90 Prozent der schwarzen Wähler und rund 70 Prozent der Latinos haben 2020 für Joe Biden gestimmt – in der Hoffnung, dass er und seine Demokraten sich für die Interessen der Minderheiten einsetzen,“ erklärt RTL-Korrespondent Oliver Beckmeier.

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Immer noch viele ungelöste Probleme

Auch andere Themen laufen bei Biden nicht ganz nach Plan: Zwar habe er eines der größten Infrastrukturpakete der Geschichte auf den Weg gebracht, doch Themen wie die Corona-Pandemie, der Afghanistan-Truppenabzug oder die anhaltende Wirtschaftskrise überschatten Bidens Errungenschaften.

“Die Menschen spüren die Inflation. Benzin, Lebensmittel – alles wird teurer. Biden wollte die Corona-Pandemie in den Griff kriegen, doch stattdessen gabs weiter überfüllte Krankenhäuser. Für viele hat der Präsident nicht geliefert,“ erklärt der Politik-Professor Charles Bullock den Frust der Amerikaner.

Aber noch ist Biden nicht ganz abgeschrieben. Schließlich war 2020 erst das erste von insgesamt vier Jahren Amtszeit. Bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten drei Jahren besser läuft. (khe)

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