Druck auf Ampel-Koalition erhöht

Klima-Kämpfer beenden „Fridays for Future“-Demo vorzeitig

Klima-Aktivisten versammeln sich in Berlin zur neunten „Fridays for Future“-Demo.
Klima-Aktivisten versammeln sich in Berlin zur neunten „Fridays for Future“-Demo.
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22. Oktober 2021 - 15:38 Uhr

„Fridays for Future“-Demonstranten gingen in Berlin auf die Straße

Die Koalitionsverhandlungen für eine Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP sind in Berlin in vollem Gange. Der Auftakt ist gemacht. Jetzt geht es um Konkretes und das möglichst schnell. Nicht schnell genug geht es den Klima-Kämpfern der "Fridays for Future"-Bewegung. Deshalb zog der Protestzug am 22. Oktober durch Berlin. Wegen des schlechten Wetters wurde die Demonstration vorzeitig beendet.

Klima-Aktivisten wollten „Druck auf Politik erhöhen“

Forderungen der Klima-Kämpfer sind deutlich geworden

Es was der neunte globale Klimastreik unter dem Motto "Ihr lasst uns keine Wahl". Erwartet wurden 10.000 Teilnehmer, gekommen sind weniger. Grund waren die schlechten Wetterbedingungen. Der Streik begann um 12 Uhr am Brandenburger Tor und zog dann weiter durchs Regierungsviertel. RTL-Reporterin Vivian Bahlmann berichtet von friedlichen Protesten mit Plakaten und Musik.

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Fridays for Future Demo 22.10.2021
Klima-Aktivisten ziehen friedlich durch Berlin.
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Ziel der Klima-Kämpfer: "Sich mit einem bunten, großen und widerstandsfähigen Klimastreik unüberhörbar in die Verhandlungen einzumischen." Die Demonstranten kamen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen.

Ein Pärchen sagte gegenüber RTL: "Wir müssen auch bei den Kleinigkeiten anfangen: Müll trennen, Second-Hand kaufen, Strom sparen. Und wir müssen aufklären, aufklären, aufklären und die nächsten Generationen schulen."

Fridays for Future Demo Berlin 22.10.2021
Dieses Pärchen fordert auf dem Klimastreik in Berlin mehr Aufklärung zur Nachhaltigkeit an Schulen.
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"Das wichtigste ist, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und das umzusetzen. Was bisher in den Sondierungsgesprächen gesagt wird, reicht nicht aus. Wir müssen endlich konkreter werden", fordern Teilnehmer.

Fridays for Future Demo Berlin 22.10.2021
Klima-Kämpfer fordern konkrete Maßnahmen aus der Politik.
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„Sondierungspapier ist eher ein leeres Wohlfühlpapier“

Annika Rittmann (19), Gesicht der deutschen Klima-Bewegung, sagt im RTL-Interview: "Das veröffentlichte Sondierungspapier ist eher ein leeres Wohlfühlpapier als ein Plan, die 1,5 Grad einzuhalten. Das ist absurd."

Im Video erklärt sie die Forderungen an die Regierung.

Der 6-Punkte-Plan der Klima-Kämpfer

Die Demonstration war aus Sicht der Aktivisten eine Reaktion auf die unzureichenden Ergebnisse der Ampel-Gespräche. Am Mittwoch hat die "Fridays for Future"-Bewegung ihre Forderungen an die neue Bundesregierung gestellt: Eine "vollumfängliche Systemveränderung" mit einem verbindlichen Kohleausstieg bis 2030 und einen Einbaustopp für fossile Verbrennungsmotoren ab 2025.

Parallel zum Klimastreik in Berlin demonstrierte die schwedische Aktivistin Greta Thunberg in ihrer Heimatstadt Stockholm für mehr Klimaschutz. (tgr)