Auch Menschen können befallen werden

Forscher warnen: Braune Hundezecke breitet sich in Deutschland aus

19. Juli 2019 - 14:46 Uhr

Braune Hundezecke war bislang nur im Mittelmeerraum heimisch

Die Braune Hundezecke macht sich jetzt auch in Deutschland breit. Ursprünglich stammen die Spinnentiere aus Afrika, wurden aber vor allem von Urlauben aus dem Mittelmeerraum mit nach Deutschland geschleppt. Ist sie erst einmal in der Wohnung, kann sie zur Plage werden - und auch den Menschen befallen. Was genau die Hundezecke so gefährlich macht und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie im Video.

Hundezeckenweibchen legen bis zu 4.000 Eier

Mit dem Klimawandel wächst nach Ansicht der Forscher der Universität Hohenheim in Stuttgart auch die Gefahr von Krankheitsübertragungen durch exotische Exemplare der Blutsauger. Bei der eingeschleppten Braunen Hundezecke sind die Vierbeiner meistens die Träger und die Leidtragenden.

Aber auch der Mensch kann von der Braunen Hundezecke befallen werden. "Ist die Population aber zu groß und der Wirt reicht nicht mehr aus, dann ist sie nicht wählerisch und sucht sich das Nächstbeste: den Menschen", sagt Parasitologin Katrin Fachet von der Uni Hohenheim.

Die Expertin warnt außerdem vor der enormen Fortpflanzungsrate der Hundezecke. So kann ein Hundezeckenweibchen bis zu 4.000 Eier legen, innerhalb weniger Monate können sich über 100.000 Zecken einnisten.

Zeckenbiss kann Hundemalaria auslösen

Für den Menschen gefährliche FSME oder Borreliose-Erreger seien bisher aber nicht in dieser Zeckenart festgestellt worden. Sie bringen aber auf Menschen übertragbare Krankheiten wie das Mittelmeer-Fleckfieber mit sich. Jetzt wollen die Stuttgarter Forscher erfahren, auf welchen Wegen das Spinnentier nach Deutschland gelangt und wie es sich verbreitet.

Außerdem gilt die Braune Hundezecke gemeinsam mit der Auwaldzecke als Überträger der Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt. Lesen Sie hier, was die Symptome der Hundemalaria sind.


Quelle: DPA / RTL.de