Formel 1 in Russland

Sotschi: Wieder Mercedes-Land oder nächste WM-Eskalation?

Ein Schwarzpfeil reist am Schwarzen Meer einsam seine Runden - in Sotschi war Mercedes bislang eine Macht.
Ein Schwarzpfeil reist am Schwarzen Meer einsam seine Runden - in Sotschi war Mercedes bislang eine Macht.
© AP, Bryn Lennon, DRB

22. September 2021 - 13:07 Uhr

Fragen und Antworten zum Russland-GP

Das 15. Rennen der Formel-1-WM: Mit dem Großen Preis von Russland (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL-Live-Ticker) auf dem Sotschi Autodrom beginnt damit langsam die entscheidende Phase im Duell der Titelanwärter Lewis Hamilton (Mercedes) und Max Verstappen (Red Bull). Der Herausforderer aus Holland geht mit fünf Punkten Vorsprung ins Wochenende.

Wer gewinnt?

Mit ziemlicher Sicherheit ein Mercedes, jedenfalls stand in den bisherigen sieben Rennen am Schwarzen Meer am Ende immer ein Silberpfeil-Pilot ganz oben auf dem Treppchen. Mit Blick auf die vergangenen Jahre sei der Kurs im Olympia-Park von Sotschi "eindeutig eine Mercedes-Strecke", räumt auch Red-Bull-Berater Helmut Marko im RTL-Interview ein. "Das ist aber nicht mehr relevant, da wir in diesem Jahr stark aufgeholt haben und praktisch auf allen Kursen wettbewerbsfähig waren."

Vorteil für Hamilton: Verstappen wird nach dem Crash der beiden von Monza in der Startaufstellung um drei Plätze strafversetzt. Laut Marko denken die Bulen sogar über einen Motorwechsel bei Verstappen nach, der 23-Jährige müsste dann von ganz hinten losfahren.

Video: Marko spottet über Hamilton und dessen "lustiges Outfit"

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Ist ein Spektakel zu erwarten?

Eher nein. Überholen ist auf dem 5,848 km langen Kurs in Sotschi schwierig, "aber Gott sei Dank möglich", sagt Marko. Die Strecke durch den Olympia-Park der Winterspiele von 2014 gilt im Fahrerlager als ziemlich unbeliebt, die Macher der Formel 1 erwarten sich vom neuen Austragungsort des Rennes verlässlich mehr Spektakel: Ab 2023 dreht die Formel 1 in der einstigen Zarenstadt St. Petersburg ihre Runden.

Eskaliert das Duell Hamilton gegen Verstappen weiter?

Die Formel 1 hat wieder einen echten Zweikampf um den Titel, die WM-Führung wechselt hin und her, der Unfall zuletzt in Monza nach der Kollision in Silverstone im Juli sorgt für zusätzlichen Zündstoff. Die Stimmung zwischen Hamilton und Verstappen ist aufgeheizt, die Strafe für den jungen Herausforderer wird sie nicht beruhigen. Einen dritten schweren Crash soll und darf es aber nicht geben.

Was ist für die deutschen Piloten in Sotschi möglich?

Das Wichtigste könnte abseits der Strecke passieren: Mick Schumachers Zukunft soll in Russland wohl geklärt werden, das zumindest stellte Günther Steiner in Aussicht, Teamchef des Haas-Rennstalls.

Die Vertragsverlängerung des deutschen Rookies für das kommende Jahr wird für das Wochenende erwartet, wie Haas-Teamchef Günther Steiner bei RTL bestätigte. Im unterlegenen Haas dürfte Schumacher auch in Sotschi weit hinten seine Runden drehen, und für Sebastian Vettel könnte es ebenfalls ein kompliziertes Wochenende werden. Der Aston Martin tut sich im Qualifying meist schwer, und das ist auf dieser Strecke eben besonders wichtig. (mar/sid)