Red Bull denkt ans große Ganze

Marko: Motorwechsel bei Verstappen vielleicht schon in Sotschi

21. September 2021 - 13:50 Uhr

Red Bull könnte Verstappens Power Unit in Sotschi tauschen

Red Bull erwägt, Max Verstappens Motor beim Großen Preis von Russland in Sotschi (Freitag bis Sonntag im RTL-Live-Ticker) zu tauschen und eine Rückversetzung ans Ende des Grids in Kauf zu nehmen. Das verriet Teamberater Helmut Marko im Interview mit RTL/ntv. "Es könnte sein, wenn das Gesamtbild von der Überholmöglichkeit und dergleichen uns die Punktemöglichkeit gibt, sofern wir von ganz hinten starten", sagte Marko. Was dieses Gesamtbild ausmacht und wie Red Bull die WM-Führung in Russland verteidigen will – im Video.

Verstappen vs. Hamilton - wer wechselt wann und wo den Motor?

Hintergrund: Bei Verstappen wurde in der laufenden Saison schon dreimal die Power Unit gewechselt (was noch erlaubt ist), bei einem vierten Wechsel muss der betroffenen Fahrer von ganz hinten ins Rennen starten. In Monza ereilte dieses Schicksal zuletzt Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.

Sowohl Verstappen als auch Titelverteidiger Lewis Hamilton werden ihre Triebwerke noch einmal tauschen und die Strafe kassieren. Einen Ausfall wollen die WM-Rivalen im Titelkampf, in dem jeder Punkt zählt, auf jeden Fall vermeiden. Die Frage ist nur: Wann und wo wird getauscht?

Marko deutete an, dass Red Bull die Hammer-Strafe in Sotschi unter Umständen in Kauf nimmt. "Wir sind von der Motorenseite beschränkt. Wir müssen irgendwann bei den nächste Rennen einen Motorwechsel durchführen, aufgrund des Schadens von Silverstone (bei dem Crash in England mit Hamilton ging Verstappen eine Power Unit flöten, d. Red.)", erläuterte der 78-Jährige. Das müsse zwar nicht in Sotschi passieren – könnte aber. "Wir warten das Qualifying ab, wir warten die Wetterverhältnisse ab – und dann entscheiden wir."

Video: "Kann nicht so ernst gewesen sein" - Marko spöttelt über Hamilton

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"Gott sei Dank ist das Überholen in Sotschi möglich"

Generell wolle Red Bull "aggressiv" an das GP-Wochenende am Schwarzen Meer herangehen, um Verstappens WM-Führung zu behaupten, schaltete Marko in den Angriffsmodus. Zwar müsse der Holländer wegen des Crashs mit Hamilton in Monza "leider" drei Plätze in der Startaufstellung zurück. "Aber Gott sei Dank ist das Überholen in Sotschi möglich. Wir schauen einmal wie der Speed verglichen mit Mercedes sein wird und danach ist die Strategie von unserer Seite auszurichten."

Mit Blick auf die vergangenen Jahre sei der Kurs im Olympia-Park von Sotschi "eindeutig eine Mercedes-Strecke", sagte Marko. "Das ist aber nicht mehr relevant, da wir in diesem Jahr stark aufgeholt haben und praktisch auf allen Kursen wettbewerbsfähig waren." Heißt: Die "Bullen" rechnen sich auch in Russland einiges aus. (lhö/fgö/mar)