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Formel 1 in Baku: Sergio Perez im 1. Training schon wieder vor Max Verstappen

Mercedes nur dritte Kraft, Vettel abgeschlagen

1. Baku-Training: Perez schon wieder vor Verstappen

BAKU, AZERBAIJAN - JUNE 10: Sergio Perez of Mexico driving the (11) Oracle Red Bull Racing RB18 on track during practice ahead of the F1 Grand Prix of Azerbaijan at Baku City Circuit on June 10, 2022 in Baku, Azerbaijan. (Photo by Dan Mullan/Getty Im
Sergio Perez raste im 1. Training am Schellsten durch die Gassen Bakus
JB / WTM, Getty Images, Bongarts

Red Bull ist seiner Favoritenrolle zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes in Baku gerecht geworden: Monaco-Triumphator Sergio Perez raste im 1. Freien Training zum Aserbaidschan-GP in 1:45,476 Minuten zur Bestzeit, Ferrari-Ass Charles Leclerc wurde Zweiter (+0,127 Sekunden). Weltmeister Max Verstappen musste sich mit Rang 3 begnügen (+0,334), hinter dem Holländer reihte sich Carlos Sainz im zweiten roten Renner ein (+0,536). Mercedes scheint auch am Kaspischen Meer nur die dritte Kraft zu sein. Lewis Hamilton belegte P6 (+1,191), George Russell P8 (+1,229).

Für Mick Schumacher begann Baku denkbar schlecht: Schon nach acht Minuten musste der unter Druck stehende Haas-Pilot seinen Boliden wegen eines Wasserlecks abstellen. Sebastian Vettel fuhr eine unauffällige Session: Mehr als Platz 14 (+2,494) war für den Aston-Martin-Piloten nicht drin. Vettels Teamchef Mike Krack betonte bei Servus TV allerdings, der Routinier sei lediglich eine Push-Runde gefahren, habe ansonsten an der Rennabstimmung gearbeitet.

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Hoppelei "schockiert" Gasly

Auf der 2,2 km langen Start/Ziel-Geraden klagten die Fahrer unisono über das „Bouncing“. Die Autos hoppelten sichtbar über die Vollgas-Passage. „Schockierend“, nannte AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly das Schütteln im Cockpit.

Und noch etwas machte den Piloten zu schaffen. „Der Wind auf Start/Ziel ist Wahnsinn“, funkte Verstappen durch.

TV-Tipp: Diese Formel-1-Rennen zeigt RTL 2022 LIVE im Free-TV

Keine Crashs, Red Bull gibt Pace vor

Im engen Altstadt-Sektor passten Verstappen und Co. dafür auf. Bis auf ein paar kleine Banden-Knutscher gab es keine Crashs.

Red Bull kam auf dem 6,003 km langen Stadtkurs von Anfang an gut zurecht, gab auf Medium-Pneus die Pace vor. Ferrari hatte zunächst die harten Schlappen an – daran gemessen, hielt sich Leclercs Rückstand von einer halben Sekunde durchaus in Grenzen.

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Perez macht weiter Dampf

In den letzten 20 Minuten zogen dann nahezu alle Teams die weichen Reifen auf. Und erneut galoppierten die „Bullen“ der Konkurrenz davon. Nachdem Verstappen vorgelegt hatte, konterte Perez, knöpfte dem Holländer satte drei Zehntel ab. Ein nächster, kleiner Nadelstich in dem sich abzeichnenden Stallduell.

Vor dem Aserbaidschan-GP hatte Red-Bull-Berater Helmut Marko im RTL/ntv-Interview betont, dass der Mexikaner zwar gewinnen und Weltmeister werden dürfe. Verstappen aber sei eindeutig „der Schnellere und Konstantere“. An der Widerlegung dieser These arbeitet Perez beharrlich. In Monaco war „Checo“ in allen Sessions schneller als Verstappen. In Baku knüpfte er nahtlos an seine Leistung im Fürstentum an.

Übrigens: Für Red Bull war es die erste Bestzeit in einem 1. Freien Training in dieser Saison. Das Team wähnt sich in Baku dank Topspeed-Vorteil in der Favoritenrolle . (mar)