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Formel 1: Die Baustellen der Teams vor dem Saisonstart in Bahrain

Daran hakt's noch

Die Baustellen der Formel-1-Teams vor Saisonstart

Kurz vor dem Saisonstart der Formel 1 haben die zehn Teams noch einiges zu schrauben
Kurz vor dem Saisonstart der Formel 1 haben die zehn Teams noch einiges zu schrauben
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Die Formel-1-Testfahrten in Barcelona und Bahrain sind Geschichte. Am kommenden Wochenende steht der Saisonstart in der Königklasse an. Ein klarer Favorit ist derzeit noch nicht auszumachen, denn alle zehn Teams arbeiten noch an verschiedenen Baustellen. Ein Überblick.

Mercedes

Von den "monströsen" Leistungen, die der W13 mit dem neuen Aero-Update, das in Bahrain zum Einsatz kam, laut "Corriere dello Sport" im Simulator erzielt haben soll, war wenig zu sehen. Immerhin: Das Porpoising konnte reduziert werden, Chassis und Motor zeigten Zuverlässigkeit. Dennoch macht die Hoppelei den Silberpfeilen stärker zu schaffen als der direkten Konkurrenz. Noch fehlt es an Speed. Lewis Hamilton glaubt, dass Mercedes derzeit noch nicht um Siege mitfahren wird.

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Red Bull

Dank umfangreicher Upgrades mit Blick auf die Balance hat sich Red Bull in Bahrain ein wenig selbst in die Favoritenrolle geschoben. Das Untersteuern, das in Barcelona Probleme machte, wurde behoben, der RB18 überzeugt sowohl im Longrun als auch auf schnellen Runden, von denen Max Verstappen sich die beste sicherte (1:31,720). Porpoising ist bei den Bullen kaum noch ein Thema. Sorgen macht aber weiter das hohe Gewicht des RB18.

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Ferrari

Die Scuderia ging ohne großartige Probleme aus den beiden Wintertests heraus. Kein Team drehte so viele Runden (788). Das Hüpfen des Boliden wurde zudem schnell behoben. Sowohl im Qualifying- als auch im Longrun-Modus überzeugten Carlos Sainz und Charles Leclerc mit ihrer Pace. "Wir sind nicht die Favoriten", schob Teamchef Mattia Binotto die zugedachte Rolle aber schnell weg. Dennoch: beim F1-75 dürfte es nur noch um das Feintuning gehen.

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McLaren

Gute Zeiten in Barcelona, mehrere Probleme in Bahrain: Daniel Ricciardo konnte aufgrund einer Corona-Infektion nicht testen, sodass Lando Norris alleine Kilometer sammeln musste. Dabei hatte der MCL36 wegen der Hitze mit Bremsproblemen zu kämpfen. Rennsimulationen waren kaum möglich. "Der Test lief definitiv nicht nach Plan", erklärte Teamchef Andreas Seidl. Bis zum Saisonstart soll es weitere Upgrades geben.

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Alpine

Solide, so könnte man die Test-Tage von Alpine in Bahrain bezeichnen. Esteban Ocon und Fernando Alonso absolvierten fleißig Runde um Runde und konnten damit alle Programme abspulen. Letztgenannter schob sich am Samstag mit einer 1:32:698 sogar auf Platz 4 der besten Zeiten. Später bemängelte der Spanier vor allem den noch mangelhaften Grip des A522. In der Woche vor dem Saisonstart könnte es zudem noch Updates durch neue Teile geben.

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AlphaTauri

Nach reibungslosen Tests in Barcelona machte auch Bahrain dem AT03 von Yuki Tsunoda und Pierre Gasly kaum Probleme. Am ersten Tag fuhr der Franzose sogar die schnellste Zeit. Insgesamt ordneten sich die beiden Piloten im Mittelfeld ein. Gasly monierte dabei im Fazit noch "Probleme mit der Balance", gab sich aber zuversichtlich. AlphaTauri scheint gut gerüstet.

Aston Martin

Für den britischen Rennstall lief es sowohl in Spanien als auch in Bahrain nicht nach Plan. Die Zeiten im hinteren Mittelfeld lassen vermuten, dass der AMR22 nicht da ist, wo ihn die Briten gerne hätten. Besonders das Verhalten in langsamen Kurven wurde von Sebastian Vettel vermehrt beklagt. Über der Leistungsfähigkeit des Deutschen schwebt zudem ein großes Fragezeichen.

Video: Vettel für Danner nicht siegfähig

Williams

Der FW44 sorgte in Bahrain für spektakuläre Bilder. Nicht aufgrund der Rundenzeiten, hier ordnete sich Williams mit Nicholas Latifis und Alex Albons 1:35er-Zeiten ganz hinten im Feld ein. Sondern eher, weil der Bolide an Tag zwei plötzlich in Flammen stand und sogar ein Reifen explodierte. Teamchef Jost Capito wiegelte hinterher ab. Es sei nur "ein kleiner Fehler" gewesen, der nichts mit dem Design des Autos zu tun habe. Die Performance dürfte jedoch Sorgen bereiten.

Alfa Romeo

Nach zahlreichen technischen Defekten und kaum gesammelten Kilometern beim ersten Test blieb Alfa Romeo auch in Bahrain nicht von kleineren Schwierigkeiten verschont. Zwar durfte sich Neu-Pilot Valtteri Bottas darüber freuen, dass in Sachen Performance ein Schritt nach vorn getan wurde. Doch: "Meine größte Sorge derzeit ist es, eine komplette Renndistanz zu fahren", erklärte der Finne mit Bezug auf die Ausfälle.

Video: Haas hat noch nicht die volle Power gezeigt

Haas

Titelsponsor Uralkali weg, Stammfahrer Nikita Mazepin weg, verspäteter Einstieg in Bahrain aufgrund von Fracht-Problemen und trotzdem dürfte gute Stimmung bei Haas herrschen. Denn Mick Schumacher sicherte sich am letzten Test-Tag die zweitbeste Zeit und auch der "alte" Neue, Kevin Magnussen, überzeugte tags zuvor mit Bestzeit. Offen ist noch, ob kleinere Defekte, die Haas plagten, langfristig abgestellt werden konnten.

Quelle: sport.de