Prof. Timo Ulrichs im RTL-Interview

Epidemiologe: Herdenimmunität kann erreicht werden

31. Juli 2021 - 11:53 Uhr

Der Weg in die Herdenimmnunität

Die Inzidenzahlen steigen, laut RKI-Chef Wieler hat die vierte Corona-Welle bereits begonnen – wie Deutschland durch den Herbst kommt, hängt maßgeblich von der sogenannten Herdenimmunität ab. Die Grundimmunität stellt sich jedoch erst ein, wenn 80 bis 85 Prozent der gesamten Bevölkerung geimpft sind – diesen Schutz haben bisher rund 50 Prozent. Der Epidemiologe Timo Ulrichs erklärt im RTL-Interview, wie das Ziel trotzdem erreicht werden kann.

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Ulrichs: "Entweder es geht über das Impfen oder auf die harte Tour, durch die Durchseuchung"

Sollten die Impfunwilligen nicht von der Impfung überzeugt werden, kann die Herdenimmunität auch über die "harte Tour" erreicht werden, erklärt Ulrichs. "Auch ein Genesener hat erstmal einen Immunschutz, zumindest teilweise, und ist dann auch nicht mehr so empfänglich für eine weitere Virusausbreitung", so der Epidemiologe. "Also entweder es geht über das Impfen, dass man diese Grundimmunität in die Bevölkerung bringt, oder auf die harte Tour, durch die Durchseuchung" sagte Ulrichs weiter.

Er plädiert für die Corona-Impfung und ist davon überzeugt, dass die Herdenimmunität kommen wird – auch wenn das Ziel sehr ambitioniert ist. "Aber wenn man sich nur ansieht, was die Pandemie schon angerichtet hat, ist es eigentlich sehr leicht, sich für eine Impfung zu entscheiden." Der Epidemiologe blickt optimistisch in den Herbst: "Wir sind am Ende der Pandemie und das Durchimpfen bringt uns da auch raus."

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