„Sie ist eine Heldin“

Eierstockkrebs mit ZWEI Jahren! Der tapfere Kampf der kleinen „Kenni“

21. Juni 2019 - 15:34 Uhr

"Kenni" (2) ließ sich vom Krebs nicht unterkriegen

Als Mike und Meagan Xydias ihre zweijährige Tochter McKenna "Kenni" mit Fieber und einem aufgeblähten Bauch ins Krankenhaus bringen, können sie kaum glauben, welche Diagnose der Arzt stellt: Eierstockkrebs. Jetzt ist die Zweijährige krebsfrei - und die Ärzte glauben, dass es ihr weiterhin gut gehen wird.

​Im Video sehen Sie, mit welcher unglaublichen Lebensfreude und Energie die kleine Kenni ihrem Krebs den Kampf angesagt hat und warum sie für alle, die sie kennen lernen durften, als Heldin gefeiert wird.

14 cm großer Tumor am rechten Eierstock

Anfang 2019 brachten Mike und Meagan Xydias aus Georgia (USA) ihre Tochter McKenna "Kenni" Shea Xydias ins Krankenhaus. Beim Ultraschall entdeckten die Ärzte etwas Unheimliches: eine Masse rund um Kennis Eierstöcke.

​Bei einem CT und einem MRT stellte sich heraus, dass es sich dabei um mehrere Krebstumore handelte - einen 14 Zentimeter großen am rechten Eierstock, einen anderen in der Nähe der Leber und andere, die nach Angaben ihres Vaters über den gesamten Bauch verteilt waren. Einige Tage später wurde Kenni operiert und ihr rechter Eierstock sowie fünf Zoll ihres Dünndarms wurden entfernt. Zu dieser Zeit war Kennis Krebs im dritten Stadium bösartig.

Kenni hat ihre Lebensfreude nie verloren

McKenna Shea Xydias
Trotz der Anstrengungen der Chemotherapie hat die kleine „Kenni" (2) ihren Lebensmut nie verloren.
© Facebook / Fight with Kenny

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

"Sie zauberte jedem ein Lächeln ins Gesicht"

Besonders die Nebenwirkungen der Chemotherapie waren eine große Herausforderung für das kleine Mädchen. Aber trotz aller Belastungen blieb sie immer das kleine lebensfrohe Kind, das sie immer schon gewesen war. "Sie zauberte jedem im Krankenhaus ein Lächeln ins Gesicht", so ihre Mutter Meagan Xydias gegenüber dem amerikanischen TV-Nachrichtensendung "Good Morning America".

Was ist ein Dottersack-Tumor?

Ein Dottersack- oder auch Keimzelltumor ist ein seltener, bösartiger Tumor an den Zellen des Dottersacks, so das "Cincinnati Children's Hospital Medical Center". Der Dottersack ist eine frühe embryonale Struktur, die den eigentlichen Embryo in den ersten Wochen versorgt. Die Ursache für diese äußerst seltene auftretende Erkrankung ist bislang unbekannt. Am häufigsten tritt diese Krebsform bei Kindern vor dem zweiten Lebensjahr auf. 

Die Behandlung hängt vom Stadium und dem Ort des Tumors ab, so das "Cincinnati Children's Hospital Medical Center" auf seiner Website. Befindet sich der Tumor wie bei Kenni in den Eierstöcken, werden die kleinen Patienten einer Operation und anschließend einer Chemotherapie unterzogen. Auch die langfristige Prognose für Keimzelltumore variiert stark in Abhängigkeit von mehreren Faktoren, zum Beispiel dem Alters des Kindes, der Lage des Tumors und des Stadiums.

Die ganze Familie ist überglücklich

Bei der kleinen Kenni ist die Prognose laut Einschätzung der behandelnden Ärzte sehr gut. Und Kennis ganze Familie überglücklich:

"Wir können uns nicht genug bei allen für die Liebe, Unterstützung und Gebete bedanken, die unsere süße Kenni und unsere Familie in den letzten vier Monaten erhalten haben", schreiben Mike und Meagan Xydias auf ihrer Facebook-Seite "Fight With Kenni".