Wie kämme ich Kindern die Haare ohne zu ziepen?

Dreijährige hat Dreadlocks - weil sie sich nicht kämmen lassen wollte

28. Januar 2020 - 16:59 Uhr

Dreadlocks statt tägliche Qual beim Haarekämmen

Eltern wie Kinder fürchten es gleichermaßen: das tägliche Haarebürsten. Kein Wunder, besonders feine Kindernhaare neigen dazu, zu verknoten und zu verfilzen. Eine Mutter aus Hawaii hat für dieses Problem eine sehr praktische Abhilfe gefunden. Da ihre Tochter beim Haarebürsten regelmäßig in Tränen ausbrach, ließ sie dem dreijährigen Mädchen einfach Dreadlocks wachsen. Mutter und Tochter sind begeistert von dem Ergebnis - und mit ihnen Tausende von Followern auf Instagram. Allerdings waren die Reaktionen auf die Dreadlocks der kleinen Loretta nicht durchweg positiv. Im Gegenteil - regelrechte Anfeindungen musste Kristin Miller (34) über sich ergehen lassen.

Doch die Dreifach-Mama steht zu ihrer Entscheidung. Denn Kristin möchte andere Eltern ermutigen, ihren kleinen Kindern zuzuhören und ihnen zu erlauben, ihre eigene Individualität ausdrücken. Wie süß die kleine Loretta mit ihren Haaren aussieht und warum Mama Kristin sicher ist, dass die Dreadlocks der kleinen Loretta viel mehr sind als bloß eine neue Frisur - das sehen Sie im Video.

"Jedes Mal, wenn ich ihre Haare bürsten wollte, fing sie an zu weinen"

In den Bergen klettern, Bodyboarden, im Freien herum toben: Die kleine Loretta Lynn lebt ein freies, selbstbestimmtes Leben auf Maui, Hawaii. Mit der Folge, dass sich ihre Haare regelmäßig verfilzten und Knoten bildeten. Kein Wunder, dass Haarebürsten für sie regelmäßig zur Tortur wurde. "Jedes Mal, wenn ich ihre Haare bürsten wollte, fing sie an zu weinen", erinnert sich ihre Mutter Kristin gegenüber der Daily Mail. "Sie schmiss die Bürste weg, schrie nach ihrem Bruder, damit er ihr die Hand hielt. Ich versuchte freundlich zu sein. Doch nichts nutzte."

Ein Szenario, dass viele Eltern kennen dürften. Denn gerades feines Haar, wie das von Kindern,  neigt dazu, zu vernoten und zu verfilzen. Besonders weil Kinder häufig in Aktion sind. Doch was können Eltern gegen verfilzte Haare bei Kindern tun? Wir haben einige Tipps, wie Sie die zerzausten Haare Ihrer Kinder möglichst tränenfrei frisieren können.

Übrigens: Wie Sie die passende Pflege für alle Haartypen finden, erfahren Sie hier. 

1. Tipp: Shampoo plus Spülung verwenden

Wenn das Kämmen nach dem Haarewaschen zur Qual wird, wirkt eine Spülung nach dem Haarewaschen Wunder. Gerade bei besonders widerspenstigem Haar hilft es, wenn man nach Auftragen der Spülung mit dem Fingern durch die nassen Haare geht. 

Achtung: bitte Haarpflege-Produkte ohne Silikone verwenden, damit die Kopfhaut der Kleinen geschont wird.

2. Tipp: Entwirr-Spray verwenden

Ein Lieblings-Produkt vieler geplagter Eltern sind sogenannte Entwirr-Sprays, auch Leicht-Kämm-Sprays genannt. Das Spray wird einfach aufs nasse oder auch trockene Haar gesprüht. Kurz einwirken lassen und am besten mit einem grobzinkigen Kamm von unten nach oben Strähne für Strähne durchkämmen. Bei stark verfilzten Haaren kann es helfen, das Spray über Nacht einwirken zu lassen.

Auch hier sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass es sich um Naturkosmetik-Produkte oder Sprays speziell für Kinder handelt.

3. Tipp: Haare zusammen binden

Beim Toben und Spielen verknoten sich Kinderhaare im Handumdrehn. Aber auch beim Schlafen verfilzen die Haare leicht. Gerade bei längeren Haaren hilft es, dem Kind die Haare zusammenbinden. Vor allem beim Schlafen eignet sich besonders gut ein geflochtener Zopf. Aber auch ein simpler Pferdeschwanz kann das Verknoten der Haare minimieren.

4. Tipp: Wahl der richtigen Bürste

Viele Eltern schwören auf sogenannte Anti-Ziep-Bürsten (Detangler), die bekannteste ist der Tangle Teezer, es gibt aber auch zahlreiche Alternativ-Bürsten, die versprechen, selbst lockige Haare schonend und ohne Ziepen zu entwirren. Wer lieber zum Kamm greift, sollte auf jeden Fall die grobzinkige Variante nehmen und sich Strähne für Strähne langsam von unten nach oben vorarbeiten.