Omikron und Delta verbünden sich - Mediziner klärt auf

Dr. Specht: Keine Panik vor "Deltakron" - was Sie über die Corona-Kombi wissen müssen

Präventivmediziner Dr. Christoph Specht über "Deltakron":  "Das wird keine große Zukunft haben."
Präventivmediziner Dr. Christoph Specht über "Deltakron": "Das wird keine große Zukunft haben."
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09. Januar 2022 - 18:39 Uhr

"Deltakron" wird voraussichtlich keine Killer-Mutante

Auf den ersten Blick klingt es wie ein weiterer, herber Rückschlag im Kampf gegen das Corona-Virus: Delta und Omikron verbünden sich und werden zu "Deltakron". Doch Medizinjournalist Dr. Christoph Specht kann im RTL-Interview schnell beruhigen – denn "Deltakron" werde wohl aller Voraussicht nach nicht die jeweils schlimmen Eigenschaften beider Virus-Varianten vereinen.

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Dr. Specht "Deltakron wird keine große Zukunft haben"

Delta und Omikron verbünden sich zu "Deltakron"
Delta und Omikron verbünden sich zu "Deltakron"
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"Eins und eins bedeutet nicht automatisch zwei", sagt Dr. Specht zu RTL über die Corona-Variante "Deltakron", die Forscher jetzt auf Zypern entdeckt haben. Wer denkt, jetzt sei eine Variante entstanden, die die Verbreitungseigenschaft von Omikron und die krankmachende Wirkung von Delta habe, den kann der Allgemeinmediziner beruhigen. So wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sein – ganz im Gegenteil.

Dr. Specht rechnet der Variante keine große Zukunft aus, was mit der möglichen Entstehung zu tun hat. "Hier ist kaum anzunehmen, dass die Mutationen ausgetauscht wurden. Also jemand war mit Delta und Omikron gleichzeitig infiziert und die Genabschnitte haben sich ausgetauscht. Das ist nicht völlig ausgeschlossen, glaube ich hier aber weniger." Er glaube eher, dass sich eine zufällige Mutation ergeben habe, die einzelne Mutationen von Omikron und einzelne Mutationen von Delta habe.

"Deltakron" nur eine Mutation von vielen

Bei der Einschätzung handelt es sich natürlich nicht um eine endgültige Entwarnung. Dafür gibt es noch zu wenige Informationen aus Zypern. Aber: "Die Wahrscheinlichkeit, dass Deltakron Omikron verdrängt, halte ich für sehr gering", so Dr. Specht. Es gebe daher keinen Grund zur Panik. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ständig neue Mutationen entstehen, die aber nicht alle sequenziert werden. "Die meisten flackern kurz irgendwo auf und sind quasi am nächsten Tag wieder weg", nimmt der Mediziner die erste Aufregung um "Deltakron". Vielleicht ist also auch "Deltakron" ziemlich schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. (mol)

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