Mund, Achseln und Füße müffeln am meisten

Tabuthema Körpergerüche und was dagegen hilft

02. Juni 2020 - 16:25 Uhr

Schlechter Körpergeruch kann jeden betreffen

Jeder Mensch besitzt einen einzigartigen Geruch. Aber was tun, wenn Ihnen gerade dieser Geruch zum Verhängnis wird? Eine erhöhte Schweißproduktion und schlechter Körpergeruch können, genau wie Schwitzen im Schlaf oder veränderte Vaginalgerüche eine Reihe von verschiedenen Ursachen haben. 

Welche die häufigsten Ursachen dafür sind, dass unsere "Geruchs-Hotspots" Mund, Achseln und Füße anfangen zu müffeln, und vor allem wie Sie mit ganz einfachen Hausmitteln leicht Abhilfe schaffen, verrät Ihnen unsere Expertin im Video.

Frischer Schweiß stinkt nicht!

Dass Schweiß per se unangenehm riecht, ist eine weitverbreitete, aber falsche Annahme. Denn frischer Schweiß riecht in der Regel fast gar nicht. Wer sich also direkt nach dem Sport oder Saunagang duscht, hat meist nichts zu befürchten. Schweißgeruch entsteht erst an der Hautoberfläche, wo sich Bakterien sammeln, die bei der Verdunstung des Schweißes dann von uns wahrgenommen werden. Das ist vor allem an Füßen und in den Achselhöhlen der Fall.

Ausnahmen bestehen jedoch bei Menschen, die an bestimmten Krankheiten oder hormonellen Störungen leiden, aber auch bei Pubertierenden. Gerade im Wachstum bilden sich nämlich die menschlichen Geruchsdrüsen und wenn diese erstmals genutzt werden, kann selbst frischer Schweiß zu einem Problem werden.

Welche Deos bei Stiftung Warentest am besten abgeschnitten haben, erfahren Sie hier.

Schweißgeruch ist genetisch vorprogrammiert

Nach was unser Schweiß riecht, ist in unserer Erbinformation festgehalten. Aus diesem Grund riechen Familienmitglieder meist ähnlich und eineiige Zwillinge sogar gleich! Und hätten Sie gedacht, dass Schweißgeruch wichtig für die Partnersuche sein kann? Gerade bei der Verdunstung von männlichem Schweiß werden Pheromone, also Lockstoffe, freigesetzt, an denen Frauen unterbewusst erkennen, ob sein Immunsystem weit genug von ihrem abweicht. Denn das ist die Voraussetzung für besonders widerstandsfähige Nachkommen.

Was kann ich gegen Schweißgeruch tun?

  • Vermeiden Sie synthetische Kleidung!
    Diese lässt keine ausreichende Luftzirkulation am Körper zu und kann sogar gefährliche Hitzestaus verursachen.

  • Entfernen Sie Körperhaare an den betroffenen Stellen, um den Geruch zu mindern!
    Gerade an diesen Stellen vermehren sich schlecht riechende Bakterien besonders rasch.

Eine bewusstere Ernährung und die Nutzung von antiseptischen Seifen kann Schweißgeruch ebenfalls reduzieren. Ansonsten sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt aufsuchen, falls Sie weiterhin von starkem Schweißgeruch geplagt werden, denn manchmal kann auch eine Krankheit die Ursache für unangenehme Gerüche sein.