„Ich sitze hier und bete zu Gott, dass das Baby nicht vor Mitternacht kommt. Dabei bin ich nicht einmal religiös. Aber ich darf nicht vor Mitternacht entbinden!"
Ja, für Al Sienkiewicz ist der richtige Entbindungstermin ihres zweiten Kindes ziemlich wichtig. Dabei ist sie bereits in der 40. Schwangerschaftswoche und ihr Muttermund weitet sich. Für die 38-Jährige ein riesiges Problem:
„Ansonsten muss ich sechs Wochen nach der Entbindung wieder arbeiten! Das ist so unverschämt. Ich versuche mich jetzt nicht mehr zu bewegen."
Denn in den USA, wo Al wohnt und arbeitet, haben Mütter erst Anspruch auf Elternzeit, wenn sie mindestens ein Jahr bei ihrem Arbeitgeber angestellt sind.
„In den USA gibt es sowas wie garantierte, bezahle Elternzeit nicht. Du kannst Krankengeld beantragen oder FMLA, ein Gesetz, das dir zwölf Wochen unbezahlten Urlaub ermöglicht. Aber dafür muss ich mein erstes Arbeitsjahr bei meinem Arbeitgeber beendet und mein zweites Jahr begonnen haben."
Das ist bei Al am 9. Dezember der Fall. Heißt, sie muss bis zur Geburt arbeiten und sollte sie vorher entbinden, hätte sie lediglich Anspruch auf sechs Wochen Krankengeld, in denen sie nur 60 Prozent ihres Gehalts bekommen würde. Außerdem könnte sie in der Zeit gekündigt werden.
Doch Al hat Glück. Ihre Tochter kommt am 10. Dezember gegen vier Uhr morgens auf die Welt - und kann jetzt drei Monate mit ihrer Mama genießen, bevor die wieder an die Arbeit muss.
Verwendete Quelle: TikTok/tales_of_a_working_mama