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Corona: RKI stuft Risikoeinschätzung von "sehr hoch" auf "hoch"

Spahn: "Die Lage wird besser"

RKI stuft Corona-Risikoeinschätzung für Deutschland herunter

Spahn: RKI stuft Risikoeinschätzung für Deutschland runter Von "Sehr Hoch" auf "Hoch"
01:41 min
Von "Sehr Hoch" auf "Hoch"
Spahn: RKI stuft Risikoeinschätzung für Deutschland runter

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Risikoeinschätzung von "sehr hoch" auf "hoch" abgeschwächt

Die Inzidenzzahlen sinken seit Tagen deutschlandweit, die Auslastung der Intensivbetten verringert sich. Deswegen können Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler am Dienstag auf der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage verkünden, dass das RKI die Risikoeinschätzung der Gefahrenlage für Deutschland noch am selben Tag herunter stufen wird.Die Verkündung sehen Sie im Video.

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Trotz Besserungen noch mitten in der Pandemie

Dennoch betont Gesundheitsminister Spahn, dass sich Deutschland trotz sinkender Inzidenzzahlen und den ersten Öffnungsschritten , beispielsweise in der Gastronomie und im Tourismus, mitten in der Pandemie befinde. „Wir haben nichtsdestotrotz Grund zur Zuversicht. Wenn die Dinge so weitergehen, die Impfzahlen hoch, die Inzidenzen runter, dann kann das ein richtig guter Sommer werden“, äußert sich Spahn optimistisch mit einem leichten Lächeln. Die Menschen in Deutschland hätten sich den momentanen Erfolg im Hinblick auf die Pandemie hart erarbeitet und auf viel verzichtet. Dennoch könnte man am Beispiel Großbritanniens sehen, wie schnell es wieder zu erhöhten Fallzahlen kommen könne, wenn sich die Mutationen verbreiten würden.

RKI-Chef Wieler: "Dritte Welle gebrochen"

Nach sechs Monaten kann das RKI die deutsche Risikobewertung heute von „sehr hoch“ auf „hoch“ herab stufen, erklärt der Leiter des Instituts Lothar Wieler. Die dritte Welle der Pandemie sei gebrochen, was ein großer Erfolg sei. Jeder wünsche sich nun Normalität und Alltag zurück. Dennoch mahnt der 60-Jährige zu besonnenem Handeln, da das Coronavirus nicht von selbst verschwinden würde: „Es bleibt dabei, dass wir die Öffnungsschritte nur kontrolliert und verantwortungsvoll gehen können.“ Die Erfolge der letzten Tage seien all denen zu verdanken, die sich an die Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gehalten hätten. Allerdings sind nur 18 Prozent der Deutschen durchgeimpft und Millionen Menschen warten noch auf ihre Zweit- oder sogar Erstimpfung. Erst wenn 80 Prozent der Menschen geimpft seien, könne weitgehend auf Corona-Maßnahmen verzichtet werden.

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Herabstufen hat keine direkten Folgen

Direkte Auswirkungen etwa auf die Corona-Maßnahmen hat die Herabstufung nicht. „Es gibt keine rechtliche Grundlage dafür, dass die Robert-Koch-Institut-Einschätzung direkt eine Folge hätte“, sagte Spahn. RKI-Chef Lothar Wieler erläuterte, bei den Einstufungen stimme sich die Behörde weltweit mit verschiedenen Ländern ab: „Das wird vor allem von außen betrachtet“.(reuters/dpa/lha)

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