Weihnachtsmarkt: 2G oder 3G?

Diese Regeln gelten jetzt in den Bundesländern

Je nach Bundesland herrschen auf den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr ganz unterschiedliche Regeln.
Je nach Bundesland herrschen auf den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr ganz unterschiedliche Regeln.
© imago images/Gottfried Czepluch, Gottfried Czepluch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

15. November 2021 - 9:39 Uhr

Zur Weihnachtsmarkt-Saison: Infektionszahlen sind auf Rekordhoch

Die vierte Welle rollt -Inzidenzen erreichen bundesweit Rekordwerte. Virologe Christian Drosten prognostiziert bereits einen harten Winter und hält erneute Kontaktbeschränkungen für denkbar. Auch die Politik sieht Handlungsbedarf, die Corona-Regeln werden vielerorts noch einmal nachjustiert und verschärft. Dabei werden die 3G- und 2G-Regeln immer zahlreicher und unübersichtlicher. Die wichtigsten Regeln aller Bundesländer, die auch für die Weihnachtsmärkte wichtig sind, haben wir hier noch einmal für Sie zusammengefasst.

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Baden Württemberg:

Baden Württemberg stellt Gastronomen und Veranstaltern die Entscheidung frei, ob sie nach dem 2G (Geimpfte und Genesene) oder dem 3G-Modell (Geimpfte, Genesene, Getestete) ihre Betriebe und Feste organisieren wollen. Im Falle der 2G-Option entfallen auch die üblichen Maßnahmen wie Abstand halten, Maskenpflicht etc. Seit dem 28. Oktober müssen auch Beschäftigte keine Maske mehr tragen, sofern sie genesen oder geimpft sind.

Sofern die Alarmstufe in Baden Württemberg noch nicht erreicht ist (Hospitalisierungsinzidenz von 12,0 oder Auslastung von Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen 390) sind an Weihnachtsmärkten der Verkauf von Speisen und Getränken zum sofortigen Verzehr und weitere Angebote, die zum Verweilen einladen, nach 3G-Modell erlaubt. Sind die Werte höher, muss der Markt unter 2G-Gesichtspunkten stattfinden.

Grundsätzlich sind Veranstalter dazu angehalten, sowohl für 3G- als auch 2G-Veranstaltungen Hygienekonzepte zu erstellen und Kontaktdaten zu erfassen.

Bayern:

Bayern verfügt über ein Ampelsystem: Aktuell befindet sich der Freistaat mit "rot" in der höchsten Warnstufe des Ampelsystems. Diese Stufe ist erreicht, wenn landesweit 600 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Ungeimpfte haben in dieser Stufe viele Einschränkungen hinzunehmen. Nicht mehr besuchen dürfen sie Orte wie Kinos, Museen, Zoos, Bäder oder Fitnessstudios. Hier erhalten nur noch Geimpfte und Genesene nach dem 2G-Modell Einlass. Friseure, Gastronomen und Hoteliers dürfen Gäste und Kunden nach dem 3G-plus-Modell empfangen. Demnach braucht es dann einen PCR-Test für Ungeimpfte über zwölf Jahren.

Bezüglich Weihnachtsmärkten gibt es in Bayern übrigens noch keine finale Entscheidung – hier wolle man noch den Einfluss des Infektionsgeschehens abwarten.

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Berlin:

Weihnachtsmarkt  am Roten Rathaus
Berliner Weihnachtsmarktbetreibern steht frei, ob sie 2G oder 3G anwenden wollen (Archivbild)
© deutsche presse agentur

Berlin überlässt Gastronomen und Veranstaltern die freie Wahl, ob sie ein 3G- oder ein 2G-Modell umsetzen möchten. Sofern sie sich dafür entscheiden, Ungeimpfte auszuschließen, dürfen sie auf Abstands- und Maskenpflicht verzichten. Auf der eigenen Homepage merkt die Landesregierung noch an, dass grundsätzliche Versorgungsbereiche wie der der Einzelhandel, Gottesdienste oder Wahlen vom 2G-Modell ausgeschlossen bleiben.

Einrichtungen wie Fitnessstudios, Bädern, Kinos oder Theatern bleiben ebenfalls das 2G-Modell freigestellt. Ob man in Berlin nun einen Impfnachweis oder lediglich einen negativen Test vorlegen muss, entscheiden in einem Großteil der Fälle die Betreiber und Inhaber der Lokalitäten.

Auch den Betreibern von Weihnachtsmärkten stellt Berlin frei, ob sie unter 2G mit mehr Freiheiten oder unter 3G mit mehr Einschränkungen öffnen möchten. Grundsätzlich gibt es eine Hand voll Regeln:

  • Ein Schutz- und Hygienekonzept muss für den Markt erstellt werden
  • Jeder Standbetreiber muss ein eigenes Hygienekonzept vorlegen
  • Unter 3G müssen Abstandsregeln eingehalten werden – unter 2G nicht
  • Unter 3G gilt Maskenpflicht – unter 2G nicht
  • Die Kontaktdaten der Besucher müssen nicht erfasst werden

Brandenburg:

Brandenburg diskutiert aktuell über eine Verschärfung der geltenden Corona-Regeln. Endgültig soll die Entscheidung erst am Donnerstag fallen. Aktuell sieht es aber ganz danach aus, als dürften Discotheken, Clubs und Festivals künftig nur noch Geimpften und Genesenen den Zutritt erlauben. Zur Debatte steht aktuell auch, ob auch Gaststätten und Hotels unter den 2G-Zwang fallen sollten.

Grundsätzlich überlässt das Land Brandenburg aber Veranstaltern und Gastronomen die Entscheidung, ob sie mit mehr Freiheiten nach dem 2G-Modell oder mit aktuell gängigen Einschränkungen unter 3G arbeiten möchten.

Ähnlich sieht es auch bei der Durchführung von Weihnachtsmärkten aus: Unter der Einhaltung von 3G müssen Besucher auf dem Gelände einen Mindestabstand zueinander einhalten – die Maskenpflicht entfällt allerdings – lediglich in Innenräumen wie beispielsweise Glühweinhütten gilt sie dann. Entscheiden sich Weihnachtsmarktbetreiber allerdings für ein 2G-Modell, entfalle laut Ministerium auch das Abstandsgebot. Allerdings müssten Impfnachweise dann auch ordnungsgemäß kontrolliert werden. Denkbar wäre auch eine Abgrenzung der Bereiche, wie sie in Hamburg durchgeführt wird.

Bremen:

Bremen hat zur Eindämmung des Pandemiegeschehens vier Warnstufen von 0 bis 3. Bremen befindet sich aufgrund einer aktuell geringen Hospitalisierungsrate in Stufe 0. Erst ab einer Stufe von 1 müssen Gastronomen und Veranstalter nach dem 3G-Modell handeln. Erst ab der Stufe 2 und einer Hospitalisierungsrate von 6 bis 12 dürfen auch Ungeimpfte ausgeschlossen werden.

Statt strenger Regeln setzt der Bremer Senat für Weihnachtsmärkte eher auf größere Flächen und geringeren Publikumsverkehr. Deshalb sollen insgesamt zehn Prozent weniger Stände auf den Märkten stehen und Glühweinbuden so mehr Platz verschafft werden. 3G-Kontrollen seien einfach nicht praktikabel, heißt es. Nichtsdestotrotz könne sich diese Ansicht je nach Infektionsgeschehen auch noch einmal ändern in den nächsten Tagen.

Hamburg:

In Hamburg gilt das 2G-Optionsmodell: Gastronomen und Veranstaltern ist dort freigestellt, ob sie ungeimpfte Gäste empfangen möchten. Hamburg war mit dieser Entscheidung das erste Bundesland, dass großflächig das 2G-Modell einführte.

Der Hamburger Senat betrachtet die steigenden Infektionszahlen mit Sorge und diskutiert bereits eine Verschärfung der Corona-Regeln. Sollte das Geschehen auf den Intensivstationen auch noch weiter verschlechtern, sei es denkbar, ein verpflichtendes 2G-Modell auf alle nicht lebenswichtigen Bereiche auszuweiten. Das kündigte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag an.

Bezüglich der Weihnachtsmarktsituation erregte die Hansestadt bereits Aufsehen: Hier wird nämlich mithilfe eines Zauns zwischen dem 2G- und dem 3G-Publikum getrennt, um so einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Hessen:

Auch Hessen betrachtet die steigenden Infektionszahlen mit Sorge und hat die aktuell geltenden Corona-Regeln noch einmal verschärft. Zwar gilt hier das 2G-Optionsmodell, nach dem Gastronomen, Veranstalter, Fitnessstudiobetreiber selbst entscheiden können, wen sie empfangen – das Land Hessen bessert hier aber noch einmal nach. Ab dem 11. November brauchen Menschen, die sich impfen lassen können, es aber nicht sind, einen negativen PCR-Test, um an 3G-Veranstaltungen teilzunehmen und 3G-Einrichtungen besuchen zu dürfen.

Für die Weihnachtsmärkte in Hessen gibt es keine allgemeingültige Regelung. Hier sind die Städte selbst dazu angehalten, ein sinnvolles und weitestgehend sicheres Konzept für die Durchführung ihrer Märkte zu entwickeln.

Mecklenburg-Vorpommern:

In Mecklenburg-Vorpommern gilt das 2G-Optionsmodell. Gastronomen, Veranstaltern und Einzelhändlern (sofern sie nicht zum täglichen Bedarf zählen) ist dort freigestellt, ob sie ungeimpfte Gäste empfangen möchten.

In Zusammenarbeit haben das Land Mecklenburg-Vorpommern, das Gesundheitsamt und die zuständigen Behörden ein Sicherheitskonzept für die Öffnung der Weihnachtsmärkte ausgearbeitet. Demnach seien die Außenbereiche der Märkte für alle Menschen – auch ohne Test- oder Impfnachweis – zugänglich. Allerdings müssen dann auch Abstände eingehalten werden. Eine 3G-Regelung kommt dann zur Anwendung, wenn Standbetreiber einen Innenbereich haben – wie beispielsweise eine Glühweinhütte.

Niedersachsen:

ARCHIV - 11.12.2019, Niedersachsen, Lüneburg: Besucher gehen in Lüneburg über den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus der Stadt. Viele niedersächsische Städte wollen in diesem Jahr in ihren Innenstädten wieder Weihnachtsmärkte veranstalten, doch Besucher
Das Land Niedersachsen gibt ein grobes 3G-Modell für Weihnachtsmärkte vor.
© dpa, Philipp Schulze, ass jol sab

Niedersachsen bessert bei den Corona-Regeln für Veranstaltungen nach. Da sich insbesondere Großveranstaltungen als Infektionsherde herausgestellt hätten, dürfen ab dem 11. November Großveranstaltungen ab 1.000 Menschen nur noch unter der 2G-Regel stattfinden.

Ob Gastronomen und Veranstalter Gäste nach 2G-Modell empfangen dürfen oder müssen, wird hier an die jeweils geltende Warnstufe geknüpft. Ab Warnstufe 2 und 3 gilt hier 2G in Innenräumen. Warnstufe 2 gilt ab einer Hospitalisierungsrate von 8, einer Infektionsinzidenz von 100 oder einer Intensivbettenbelegung von mehr als zehn Prozent.

Die Landesregierung gibt als groben Rahmen für Weihnachtsmärkte das 3G-Modell vor. In welchem Rahmen dieses dann auch kontrolliert wird, können die Betreiber selbst entscheiden. Denkbar sind Bändchensysteme oder abgezäunte Bereiche, in denen kontrolliert wird. Je nach Gegebenheiten vor Ort liegt es im Ermessen lokaler Behörden, Abstände zwischen Weihnachtsbuden und der Umgebung sinnvoll anzupassen. Wer lediglich über die Märkte bummeln möchte und weder an Buden etwas kaufen, noch in Fahrgeschäften mitfahren möchte, braucht keinen Nachweis.

Nordrhein-Westfalen:

In Nordrhein-Westfalen gilt noch immer flächendeckend die 3G-Regel. Zwar hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schon Verschärfungen angekündigt, aktuell können Menschen ohne Impf- oder Genesenen-Nachweis aber noch alle Lokalitäten betreten, sofern sie einen negativen Test vorlegen können.

Bei großen Zusammenkünften von über 2.500 Besuchern im Freien sieht Nordrhein-Westfalen in seiner aktuellen Verordnung ein 3G-Konzept vor. Das würde dann auch auf Weihnachtsmärkte zutreffen. Die Veranstalter sind dann dazu angehalten, diese Regelungen mindestens stichprobenartig zu kontrollieren. Eine generelle Maskenpflicht ist nicht vorgeschrieben, wird aber gerade dort empfohlen, wo große Menschenansammlungen sind.

Rheinland-Pfalz:

Weihnachtsmarkt Mainz
Der Mainzer Weihnachtsmarkt könnte sogar ohne Masken im Freien stattfinden. (Archivbild)
© deutsche presse agentur

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat sich dagegen entschieden, Ungeimpfte gänzlich aus dem gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Stattdessen setzt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf ein sogenanntes "2G+"-Modell. Zwar dürfen hier Menschen mit negativem Test Freizeitstätten betreten, je nach Infektionslage hält sich das Land aber das Recht vor, die Zahl dieser nicht immunisierten Menschen zu reduzieren.

Laut aktuellen Informationen auf der Webseite der rheinland-pfälzischen Landesregierung gelten auf Weihnachtsmärkten im Freien keine besonderen Schutzmaßnahmen. Gastronomische Angebote in Zelten, Hütten und Ähnlichem müssten dann allerdings genauso wie die restliche Gastronomie behandelt werden. Sprich: Impf-, Genesenen-Nachweis oder Negativ-Test.

Saarland:

Das Saarland behält flächendeckend seine 3G-Regeln bei. Laut Gesundheitsministerin Monika Bachmann sei eine 2G-Regel aktuell noch nicht notwendig. Grund dafür sei die hohe Impfquote im Bundesland mit 73,8 Prozent vollständig Geimpften.

Geht man von der aktuell geltenden Verordnung für das Saarland aus, könnten Weihnachtsmärkte im Freien in diesem Jahr sogar ohne spezielle Corona-Verordnungen stattfinden. Leider sieht die Realität anders aus: Schon jetzt haben mehrere Weihnachtsmärkte im Saarland für dieses Jahr abgesagt – entscheidend ist nun das Infektionsgeschehen der nächsten Wochen.

Sachsen:

Sachsens Landesregierung hat sich als erstes Bundesland dafür entschieden, Ungeimpfte komplett auszuschließen. Seit dem 8. November gilt hier 2G in allen Freizeiteinrichtungen, die Gäste im Innenbereich empfangen.

Trotz der aktuell sehr hohen Inzidenz in Sachsen sollen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden dürfen. Ab der sogenannten Vorwarn- und Überlastungsstufe (abhängig von Auslastung der Intensivbetten) müssen Betreiber die Bereiche auf den Weihnachtsmärkten in sogenannte Verweil- und Flanierbereiche unterteilen. In den Flanierbereichen gelten keine Einschränkungen, in den Verweilbereichen hingegen müssen Besucher einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorweisen können.

Sachsen-Anhalt:

In Sachsen-Anhalt gilt aktuell noch das 2G-Optionsmodell. Gastronomen und Veranstaltern ist dort freigestellt, ob sie ungeimpfte Gäste empfangen möchten.

Auch in Sachsen-Anhalt dürfen von Seiten der Landesregierung Weihnachtsmärkte stattfinden. Allerdings müssen Besucher überall dort, wo sie keine 1,5 Meter Abstand einhalten können, eine Maske tragen. Dafür gelten hier weder 2G-, noch 3G-Regeln. Allerdings können die Weihnachtsmarkt-Betreiber auch selbst Regeln aufstellen.

Schleswig-Holstein:

ARCHIV - 25.11.2019, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Blick auf den Magdeburger Weihnachtmarkt. Nach einem Jahr coronabedingter Zwangspause soll der Markt nun am 22. November eröffnen. (zu dpa: «Magdeburg will Weihnachtsmarkt am 22. November öffnen») Foto:
Sachsen-Anhalt empfiehlt Abstandsregelungen für die kommenden Weihnachtsmärkte.
© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert, kdg cul sb

Am Sonntag läuft die aktuell geltende Corona-Verordnung von Schleswig-Holstein aus. Zwar gilt aktuell in allen Innenräumen noch das 3G-Modell, allerdings könnte sich das in absehbarer Zeit ändern. Die SPD hat eine Verschärfung der Corona-Regeln in Schleswig-Holstein gefordert. "Die SPD-Landtagsfraktion plädiert dafür, dass wir bei Großveranstaltungen auf 2G+ (geimpft oder genesen und getestet) setzen und in allen anderen Bereichen nach Hamburger Vorbild auf ein 2G-Optionsmodell setzen", sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach aktuellen Regeln dürfen in Schleswig-Holstein Weihnachtsmärkte unter ohne Maskenpflicht im Freien stattfinden. Allerdings werde empfohlen dann auch auf die Abstandsregeln zu achten. Die Zahl der Stände und Besucher sollte im besten Falle begrenzt werden. Dort, wo Menschen in Innenräumen zusammenkommen (Glühweinhütte, Festzelt, etc.), gelten dann 3G-Regeln. Am 14. November sollen weitere Einzelheiten zur Durchführung der Weihnachtsmärkte unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens folgen.

Thüringen:

Im Moment gilt in Thüringen noch eine Mischung aus 2G und 3G+ (PCR- statt Antigentests). In Thüringens höchster Warnstufe 3 reicht es dann nicht mehr aus, einen negativen Schnelltest vorzulegen. Diese Stufe gilt ab einer 7-Tage-Inzidenz über 200, einer Hospitalisierungsrate über 12 oder einer Auslastung der Intensivstationen von über zwölf Prozent. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat sich für eine Verschärfung der aktuell geltenden Regeln ausgesprochen. Demnach hält sie ein reines 2G-Modell, wie es schon in Sachsen gilt, für denkbar.

Auch in Thüringen sieht es derzeit so aus, als würden Ungeimpfte nicht voll und ganz in den Genuss kompletter Bewegungsfreiheit kommen. So hat beispielsweise Eisenach schon angekündigt, den kompletten Marktplatz einzuzäunen und lediglich 2G-Publikum Einlass zu gewähren. Auch Weimar wird sich für gesonderte 2G-Bereiche entscheiden. Jena hingegen hat sich aktuell noch dagegen entschieden, Menschen ohne Impfung auszuschließen. (kmü, mit dpa)