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Corona-Regeln für den Herbst: Kommt die Maskenpflicht bei steigenden Zahlen als Maßnahme zurück?

Corona-Pandemie noch nicht vorbei

Masken-Comeback und neue Impfung? Bund & Länder wappnen sich gegen Herbst-Welle

12.01.2022, Berlin: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nimmt an einer Kabinettssitzung im Kanzleramt teil. Foto: Hannibal Hanschke/Reuters/Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bald wieder Maskenpflicht?
tho nwi, dpa, Hannibal Hanschke

Für viele Menschen gilt die Corona-Pandemie mehr oder weniger als beendet. Doch während die einen nicht mehr an das Virus denken wollen, beraten Bund und Länder über neue Corona-Maßnahmen für den Herbst und Winter. Was erwartet die Bürger?

Masken- und Corona-Tests bald wieder Pflicht?

Vorbereitung ist das A und O. Das haben die vergangenen zwei Jahre Pandemie gezeigt. Diesmal wollen es Bund und Länder richtig angehen. „Wir dürfen nicht erneut unvorbereitet wie im letzten Herbst in die Krise gehen. Wir müssen gut vorbereitet sein“, sagt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Donnerstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag.

Die Länder-Gesundheitsminister hatten in einem einstimmigen Beschluss bereits mögliche Instrumente aufgelistet:

  • Ab Herbst könnte demnach etwa mit einer Maskenpflicht in Innenräumen reagiert werden
  • Zudem soll es um 2G- oder 3G-Zugangsregeln mit Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen für bestimmte Einrichtungen gehen

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Neue Corona-Impfung? Lauterbach plant große Kampagne

Lauterbachs Impfkonzept werde vorsehen, dass es für alle Virus-Varianten, die kommen könnten, den richtigen Impfstoff gebe. „Wir wissen, dass im Herbst alle den besten Impfstoff haben wollen. Es wird niemanden geben, der dann sagt, ich nehme den zweitbesten“, so Lauterbach. Daher solle so viel Impfstoff beschafft werden, dass alle bedient werden könnten.

Zu den vorgesehenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes äußerte sich Lauterbach nicht näher. Die jetzige Rechtsgrundlage für mögliche Schutzauflagen in den Ländern läuft zum 23. September aus.

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Länder üben Druck auf Bund aus: „Wir würden uns alle wünschen, die Pandemie wäre vorbei"

Neben der präventiven Maßnahme sei zudem auch eine Behandlungsstrategie für Corona-Erkrankte geplant. Konkret: „Wir haben diese Medikamente derzeit, wir nutzen sie aber nicht so, wie sie genutzt werden könnten“, sagt der Bundesgesundheitsminister.

Den Ländern ist jedenfalls klar: Man müsse vorausschauend bleiben im Umgang mit der Pandemie, so NRW-Minister Hendrik Wüst. „Wir würden uns alle wünschen, die Pandemie wäre vorbei, sie ist es aber nicht und deswegen wollen wir gemeinsam die Vorbereitungen treffen, um gut vorbereitet zu sein für den nächsten Herbst und Winter.“ (jaw, mit dpa)