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Corona-Prognose von Jens Spahn: Zum Winterende jeder "geimpft, genesen oder gestorben"

Bundesgesundheitsminister sieht moralische Pflicht zur Impfung

Spahn: Nach dem Winter ist jeder "geimpft, genesen oder gestorben"

Spahn zu Impfstoffen: "Wir halten nichts zurück" Aktuelle Corona-Lage
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Spahn zu Impfstoffen: "Wir halten nichts zurück"

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Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist sich sicher, dass am Ende dieses Winters jeder in Deutschland "geimpft, genesen oder gestorben" sein wird. Mit Blick auf die hochansteckende Delta-Variante rate er daher dringend nochmals zur Impfung, sagt Spahn.

Corona-Infektionszahlen steigen rasant

Für den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist die Frage einer Corona-Impfung keine rein persönliche Angelegenheit. "Es stimmt einfach nicht", sagt Spahn in Berlin zu entsprechenden Äußerungen auch von Bundestagsabgeordneten. "Es gibt eine solidarische Pflicht, sich impfen zu lassen", sagt der CDU-Politiker mit Blick auf die rasant steigenden Infektionszahlen und die sich verschärfende Lage in den Krankenhäusern in Deutschland.

24 Millionen Biontech-Dosen bis Ende des Jahres

Außerdem bemühte sich Spahn, Vorbehalte gegen den Moderna-Impfstoff für das Boostern zu zerstreuen . „Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. Zugleich kündigte er an, dass viele Auffrischungsimpfungen auch künftig mit dem von vielen Bürgern bevorzugten Impfstoff von Biontech vorgenommen werden können.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten. Aktuell mache der Impfstoff von Biontech über 90 Prozent der Bestellungen aus.

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Spahn sagte nun: „Das ist zwar ein wichtiger Aspekt, aber es ist nicht der entscheidende.“ Entscheidend sei, dass sich das Biontech-Lager derzeit rasch leere. Allein an diesem Montag und Dienstag gingen 6 Millionen Biontech-Dosen in die Versorgung, also in Apotheken, Arztpraxen und Impfzentren. In den folgenden Wochen seien es aber jeweils nur noch 2 bis 3 Millionen Dosen. „Und das liefern wir dann auch aus“, betonte der Gesundheitsminister. „Wir halten nichts zurück.“

Bis zum Jahresende stünden insgesamt 24 Millionen Biontech-Dosen zur Verfügung. „Wenn wir also davon ausgehen, dass wir 25 bis 30 Millionen Auffrischungsimpfungen bis zum Jahresende machen wollen, dann wird ein großer Teil dieser Impfungen - wenn gewünscht - auch mit Biontech stattfinden können.“ Zusätzlich seien von Moderna in den Lagern aktuell 16 Millionen Booster-Impfstoffdosen verfügbar. Bis zum Jahresende seien es bis zu 26 Millionen Dosen.

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Spahn kann Ärger der Ärzte nachvollziehen

Der geschäftsführende Gesundheitsminister räumte ein, dass die Umstellung in den Arztpraxen und Impfzentren „vielen zusätzlichen Aufwand und auch Stress bedeutet“. Er verstehe auch den Ärger von Ärztinnen und Ärzten . Arbeitsabläufe müssten umgestellt werden, zudem sei zusätzliche Überzeugungsarbeit zu leisten. „Das weiß ich und das bedauere ich auch.“ Wichtig sei: „Es ist genug Impfstoff für alle anstehenden Impfungen da. Und beide Impfstoffe wirken.“ (dpa/jar)